Programmgestaltung (war: Der Cameron …)

willscher, Mittwoch, 14. September 2011, 06:22 (vor 5473 Tagen) @ Friedrich

Es gibt nach Bach nur wenig Orgelliteratur, die an das heranreicht, was in Sinfonik, Kammer- und Klaviermusik, Lied und Oper komponiert wurde.


In der Brahms-Sinfonien-Liga spielen vielleicht gerade man Reubke, Francks a-Moll-Choral und die ganz großen Würfe von Reger (opp. 52, 57, 73, 135b). Für meine Ohren schaffen auch Leute wie WIdor und Vierne das nur satzweise, dito Alain, auch wenn er ein Genie war. Duruflé wusste das sehr gut, weswegen er auch nur widerwillig veröffentlicht hat – und selbst bei ihm gibt es nur ein, vielleicht zwei echte Gipfelstücke.

Aber damit macht man natürlich ein ganz großes Fass auf.
Gruß,
Friedrich

Ja, das Faß....Wie lang ein gutes Orgelstück sein muß, ist doch egal. Es gibt viele ganz große Würfe. Alain: Litanies; Vierne: aus den Fantasiestücken; Fumet: Transsubstantiation, ein Stück, was auch in 1000 Jahren noch Geltung haben wird; Carl Heinrich Zöllner: Grave (Fantasie und Fuge c-Moll); Duruflè: Das sind mehr als ein oder zwei echte Gipfelstücke; Frescobaldi natürlich; Messiaen; Liszt: Vogelpredigt (ist ja eigentlich ein Orgelstück); Ulysse Matthey: Toccata-Carillon; Walter Kraft: Partita über "Nun will sich scheiden Tag und Nacht"; Fritz Lubrich jun.: 3 romantische Tonstücke nach Bildern von Böcklin (Widor gewidmet!).........und und und...
das alles ist erste Liga, und das braucht sich vor Brahms und Co nicht zu verstecken.
Gruß
Andreas


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