Fußnote

OrganisteTuttilaire, Mittwoch, 03. April 2013, 11:34 (vor 4897 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Und das alles soll in F besser sein? Glaub ich nicht!

Hör mal hier rein, ab 1:39:14. Wo bitte wird bei uns solche Musik gemacht?


Ich weiß jetzt nicht, was alles als "bei uns" zählt....:

...Wien, St. Stephan, als Planyavsky und Ebenbauer noch wirkten.

...Hamburg St. Marien, bei Eberhard Lauer,

...sicherlich da, wo Otto Krämer gerade an der Orgel sitzt,

...das gilt auch für Johannes Mayr, Hans-Jürgen Kaiser, Matthias Mück

...wenn ich an der Orgel sitze - nun gut, in Neuenfelde war dieser Stil etwas schwierig zu realisieren, kam aber vor,

...zwei, drei meiner Studenten könnten das bringen,

...und manche Studenten der Vorgenannten....

...und mit der Selbstnennung sei das verbunden, was nebenan schon gepostet wurde:
Dass das hier verlinkte Hörbeispiel nicht die schönstmögliche improvisierte Communion ist. Für einen gewissen Fähigkeitspegel ist das einfach Kunsthandwerk. Geht immer bzw. muss einfach immer gehen, dafür hat man seine Diplome und seine A-Stelle....


Nehmen wir also mal die Gruppe der Vorgenannten (alle zutreffend) für den deutschen Sprachraum, verdrei- oder vierfachen sie (zur statistischen Näherung) und setzen das in Bezug zur Zahl der im selben geographischen Gebiet insgesamt tätigen haupt- und nebenamtlichen Organisten. Einschließlich der A-Stellen. Was wird übrig bleiben? Ich schätze mal 5% gute Literaturspieler und 0,5% wirklich gute Improvisatoren. Würde das stimmen (ich behaupte das einfach mal so, angesichts des vielen grottenschlechten Orgelgedudels, das einem Land auf Land ab auch in Domen und Münstern sowie in Rundfunkübertragungen begegnet), wäre das ein absolut ärmlicher Status.

Aber vielleicht ist das in der Tat kein Länderproblem, sondern ein Gattungsproblem. Und der Grund, warum die meisten z.B. Pianisten die Organisten dem üblichen Niveau nach nicht wirklich als Musikerkollegen ernst nehmen können/wollen.


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