Neupfarrkirche Regensburg

Aeolinchen, Dienstag, 22. Januar 2013, 08:16 (vor 4976 Tagen) @ JSBach

-Alu-Trakturen haben sich als weniger langlebig/störanfälliger herausgestellt, darum wird wieder in Holz gebaut

Ich kenne Orgeln mit Aluwellen, die bereits 50 Jahre alt sind und immer noch tadellos funktionieren. Da macht es schon stutzig, wenn Aluwellen aus den 1980ern als Beispiel für "minderwertiges Material, dessen Haltbarkeit bereits jetzt erreicht oder überschritten ist" benannt werden.

-das selbe gilt glaube ich für Kunststoffschleifen

Auch dass die Haltbarkeit von Kunststoffschleifen nach 25 Jahren erreicht oder überschritten sein soll, wäre mir neu.
Na ja, vielleicht hat Jann einen extrem ungeeigneten Kunststoff gewählt, der nach 25 Jahren zerbröselt, wer weiß?

-Zink ist optisch (prosekt) deutlich unansehnlicher und auch klanglich wohl schlechter als zinnlegierungen

Zink ist klanglich nicht "schlechter". Genausogut könnte man behaupten, Zinnlegierungen seien klanglich schlechter als Holz. Es kommt darauf an, welchen Klang man haben will. Für große Pfeifen mit "Strich" gibt es kaum etwas besseres als Zink.

-Kondukte können zu Windarmut führen, wenn sie zu lang/klein sind

Natürlich sind schlecht konstruierte Kondukten schlecht. Die "amtliche" Gutachterkritik lautet aber nicht, die Kondukten seien zu lang oder zu klein. Daher hat 3rd_astronaut ja auch gefragt, was an Kondukten prinzipiell schlecht sein soll.
Ich vermute mal, dass auch die neue Orgel nicht ganz ohne Kondukten auskommen wird, "vor allen Dingen in den tieferen Lagen" (was an der alten kritisiert wird).


Vor allem frage ich mich, warum man nicht ganz offen vom Plan einer neuen Orgel spricht. Warum heißt es "überarbeitete Orgel"? Es wird doch anscheinend aus der alten Orgel bis auf eine Anzahl Register nichts mehr verwendet, wenn ich die Ausführungen richtig verstehe.

- Das Gehäuse ist unbrauchbar, da aus falschem (nicht tragendem, massivem) Material. Und für 74 Register sicher viel zu klein.

- Die Windladen sowieso, da ebenfalls zu klein (schon jetzt sind zu viele Pfeifen abgeführt und können nicht optimal mit Wind versorgt werden). Von den Kunststoffschleifen ganz zu schweigen. Und dann soll ja noch jedes Werk bis zu 10 Register mehr bekommen als bisher.

- Die Traktur auch nicht, da das Material nichts taugt (Wellen aus Alu, Abstrakten mit zu niedrigem Querschnitt)

- Die Windanlage wird für 74 Register auch nicht reichen, ganz abgesehen von dem minderwertigen Material (Gummituch und auch sonst fast überall undicht).

- Und noch nicht einmal das alte Pfeifenwerk kann komplett übernommen werden, weil Sammelsurium und z. T. aus dem falschen Material.


Machen wir uns doch nichts vor: Ein Orgelneubau ist ein Orgelneubau! Auch wenn in der Hälfte der Register altes Pfeifenmaterial verwendet wird.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum