Widor-Toccata

Flûte harmonique, Samstag, 13. September 2014, 15:11 (vor 4433 Tagen) @ Karsten

Spieltechnisch kann man auch schlicht schneller spielen, wie zahlreiche Aufnahmen an Orgeln mit Barkermaschinen bezeugen.


Allerdings!

Gruß, Florian

Was man hier hört und sieht, ist eine Geschwindigkeitsstudie. Von Widor und der wohlkalkulierten Staccato-Artikulation bleibt nicht mehr viel übrig.


Ja, das kann man so sehen. Vielleicht wurde dieser (ja durchaus legitime) Interpretationsansatz wohlkalkuliert für das Video-Format eingesetzt (oder gar gewünscht)?
Robilliard kann dieses Stück auch ganz anders. Das Hörbeispiel stammt aus der folgenden CD-Aufnahme:

[image]
Charles-Marie Widor (1844-1937)
Orgelsymphonien Nr.5 & 10
Louis Robilliard an der Cavaille-Coll-Orgel Sainte-Croix Orleans
Festivo, DDD, 2008

Dieses war, wenn ich mich recht erinnere, die erste CD nach der umfangreichen Restaurierung 2004-2007 durch Bernard Hurvy - herzliche Empfehlung!

Gruß
Karsten

So sehr ich Louis Robilliard als Interpreten und die Cavaillé-Coll-Orgel in Orléans schätze, bei der Kombination Widor/Cavaillé-Coll gebe ich diesen beiden Einspielungen den Vorzug:

Widor: Sinfonien Nr. 5 und 6 - Daniel Roth (Saint-Sulpice, Paris)
Widor: Symphonie Gothique & Symphonie Romane - Daniel Roth (Saint-Sulpice, Paris)

Gruß,
Martin


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