Spieltisch Passau

MCVL @, Donnerstag, 23. Januar 2025, 23:35 (vor 596 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
bearbeitet von MCVL, Donnerstag, 23. Januar 2025, 23:44

Im Hinblick auf die schiere Zahl an Registern/Wippen/Schaltern kommt man hier imo schon an die Grenze des Machbaren, selbst die Orgel des Wiener Stephansdoms wird hier nochmal übertroffen. Ich hätte deshalb überlegt, nicht mehr alle Teil-Orgeln des Doms an den Generalspieltisch anzuschließen (muss die Chororgel wirklich vom Generalspieltisch aus ansteuerbar sein?), sondern nur das, was man für das "große Spiel" wirklich braucht (also insbesondere die Orgelanlage im Westen) - auch wenn das zur Folge hätte, dass man dann nicht mehr von der "größten Kirchenorgel der Welt" sprechen kann. Ich finde, dass diese größt-höchst-meist-best-Überbietungsformeln ohnehin verjährt sind....

regt, ebenfalls freundlich grüßend, an:
Wolfgang

Mutig Mutig Mutig

im Prinzip habe ich mir schon länger die gleichen Gedanken gemacht.

Man muss auch dazu die geschichtliche Entwicklung im Auge behalten, wie es eigentlich zu diesem fast schon als Wahnsinn zu bezeichnenden Projekt in Passau kam.
Die Orgelanlage im benachbarten Schweiklberg war ja der Initialzünder dafür: Schweiklberg beruht im Grundprinzip auf Beuron und Beuron auf Einsiedeln.

Allen Gesamtorgelanlagen dieser Zeit ist auch gemeinsam, daß von einem Spieltisch aus verschiedenen Orgeln bedient wurden, aber deren Registerzahl immer zusammengerechnet wurde, so in Beuron 33 für die Hauptorgel und 22 für die Chororgel (so gerechnet stimmt das natürlich mit der ersten elektrischen Großorgel im Kaiserreich). In Schweiklberg die Hauptorgel, die Chororgel und das Fernwerk.
Ohne das Vorbild Schweiklberg wäre Passau nicht in dieser Form entstanden.


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