Singen 4.0 mit der "Midi"-Bridge

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Sonntag, 15. Dezember 2024, 23:42 (vor 633 Tagen) @ 3rd_astronaut

Zitat von dort:
"Um den Orgelklang und das Orgelspiel zu erhalten müssen Anstrengungen unternommen werden, die – schon der Demographie wegen – nicht allein durch verstärkte Werbemaßnahmen für Orgelanfänger abgefangen werden können."

Ist das wirklich so? Die Anzahl der Gottesdienste und -stätten wird in den nächsten Jahren doch auch erheblich zurückgehen. Also hier (städtisch) dürfte sich das "ausgehen" oder eher zu Organistenüberschuss führen. Auf dem Land sieht es anders aus (Organistenmangel), aber da sind die Werbemaßnahmen für Orgelanfänger auch meiner Erfahrung nach nicht ausgereizt. Nicht zu vergessen, zählt zu indirekter Bewerbung auch eine ordentliche Bezahlung (das ist besonders an die RK gerichtet).

Hm, ich sehe das recht entspannt. Die Nagolder machen sich unentbehrlich, das muss man heute machen. Sie haben eine Schublade gefunden, und Digitalisierung klingt immer noch sexy. Die Lokal- und Regionalpresse übernimmt gerne alle Textbausteine. In Würzburg gibt es ja neuerdings eine Musik-KI-Orgel-Professur, aber man kann ja auch mal eine andere Hochschule für den Wettstreit um Schlagzeilen ud Fördertöpfe nützen. Die Ähnlichkeiten zwischen Nagold und Würzburg im Marketing sind groß, allerdings ist es noch nicht dieselbe Liga.
Ich will nur begrenzt lästern, denn ich selbst hoffe ja, meine Steine noch in den nächsten Jahren im Glashaus werfen zu können.

Die KI mag irgendwann richtig gut werden. Aber das angesprochene Ziel der Bewahrung des Gemeindegesangs zu erreichen, dazu braucht es mehr als eine Pfeifenorgel, die diesen begleitet. Wobei dies durchaus hilfreich ist. Das Video zeigt einen optimalen Durchlauf unter optimalen Bedingungen. Die kleinste technische Panne, und alles fällt zusammen...
Lasst uns in 10 Jahren noch mal nachsehen, wo und wer die Musik spielt.

EDIT: Was versteht man eigentlich unter Singen 1.0, 2.0, 3.0?


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