Maxorgel

Frank Berger @, Wassenberg, Montag, 12. Dezember 2011, 21:47 (vor 5388 Tagen) @ stein
bearbeitet von Frank Berger, Montag, 12. Dezember 2011, 22:30

kann schon sein. Ich war da, bin aber kein Berichte-Schreiber. Andere Forianer habe ich nicht gesehen. Das einzige mir bekannte Gesicht war das von Prof. Hans-Dieter Möller, der aber auch als maßgeblicher OSV qua Amt da sein musste. (Die meisten Düsseldorfer Organisten-Kollegen hatten ja wohl gleichzeitig selbst Dienst). Leider musste ich nach dem Festhochamt, das knapp 2 Stunden dauerte, sofort Richtung Heimat und konnte nicht an den weiteren Angeboten (Orgelführung, Führung durch das Maxhaus (ehemals Franziskaner-Kloster), Film-Vorführung über Klais) teilnehmen und auch nicht bei Markus Belmanns Einweihungskonzert sein. Die Messe war, wie in Max sonntags um 10 üblich, ein lateinisches Hochamt, d.h. die Propriums(Mess-)texte wurden von einer Schola gesungen. Der Antwortgesang der Gemeinde (GL 261, 1+3, 2: Chorsatz von Markus Belmann) nach der 1. Lesung, da die Orgel noch nicht geweiht war, unbegleitet. Die Orgelweihe selbst fand nach der Predigt statt. Das erste Stück danach : Bach BWV 564 (Toccata). Etwas ungewöhnlich die offensichtliche Demonstration des Echowerks: Pedalplenum mit Posaune gegen Plenum des Echowerks, das klang irgendwie wie aus Nebenzimmer. Die Orgel hat ja kein Schwellwerk - man hat es im weiteren aber auch nicht vermisst. Da die Kirche gut gefüllt war (allerdings waren die U50 auch hier in absoluter Minderheit), hat Markus Belmann die Liedbegleitung durchweg im Hauptwerksplenum mit Mixtur, aber im Manual überwiegend ohne Zungen gespielt. Vor der jeweils letzten gesungenen Strophe ein Zwischenspiel, wohl auch, um die Möglichkeiten der Orgel zu demonstrieren. Sehr schön die Demonstration der Flöten und Streicher bei den Liedintonationen.
Weiter gesungene Lieder (Advent) : GL 110, 1-3, GL 105, 1-3 + 5, GL 107, 1-3, GL 257, 1,2,5
Die Messteile Sanctus, Benedictus, und Agnus Dei stammten aus der Dvorak-D-dur-Messe. Auch hier machte Orgel eine ausgezeichnete Figur, sowohl bei den Chor-Forte- als auch bei den Piano-Stellen. Der Chor hatte a capella noch Mendelssohn (100. Psalm, 42. Psalm)gesungen. Orgelbegleitung zur Kommunion vor dem 2. Mendelssohn: Robert Schumann, Adagio op.56,6. Nachspiel (Auszug) Widor, Finale aus der 6. Orgelsymphonie (Op. 42,2). Insgesamt eine überzeugende Sache.
Die Orgel hat Saft und Kraft, ist aber nicht erschlagend. Ach ja: Stimmung ist nicht gleichschwebend, sondern Neidhard III (1731, "Für eine große Stadt"). Ich bin gespannt auf Martin Schmedings Konzert am Mittwoch. Ich werde dasein.

Gruß...Frank


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