Mutiger Prospekt

FranzS. @, Mittwoch, 07. Dezember 2011, 23:29 (vor 5390 Tagen) @ Orlos
bearbeitet von FranzS., Donnerstag, 08. Dezember 2011, 11:04

Das sind gute Beispiele. Dabei empfinde ich die Würzburger Domorgel gar nicht als modern, sondern als sehr integrativ (wenn man das so sagen kann). Die könnte man tatsächlich heute noch einmal genauso bauen.

stimmt.

Die anderen beiden Beispiele sind eindeutig Kind ihrer Zeit und ich finde es wunderbar, dass es sie gibt. Aber ehrlich: Sind es nicht Fremdkörper im Raum?

Ein Fremdkörper wären sie wohl in stilreinen barocken Räumen, aber in sehr alten, gotischen oder romanischen Räumen sind sie es nicht. Ich finde, dass sich gerade der herbe Stil der 50er sich wunderbar mit den mittelalterlichen Gemäuern mischt, die ja ebenfalls sehr herb sind. Ein schönes Beispiel ist auch das hier, ich habe es schon mal verlinkt.

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für die niederbayerische Provinz war dieser Prospekt von Walter Supper fast eine Provakation. Der Prospekt ist wirklich gut und viel besser als der frühere "stilreine" neugotische Pfeifenberg, der noch dazu eine Weise-Orgel beherbergte (nicht mal 50 Jahre ist sie geworden), hier zu sehen rechts oben...

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Gerade sehr alte Räume vertragen moderen Prospekte, weil alte Räume nach den moderen Grundsätzen gebaut wurden. "Form folgt Funktion" ist genau das Prinzip des Kreuzrippengewölbes. Bei dekorativen Stilen (Barock, Klassizismus, Jugendstil) ist eine Stilkopie eher angebracht.

Grüße

Franz


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