Skinner / Wanamaker usw. (war Reinoldikirche Dortmu

FriedemannW, Lindau, Dienstag, 29. November 2011, 23:16 (vor 5397 Tagen) @ Erzaehler70

Sowohl die Wanamaker-Organ als auch die Orgel in der Woolsey-Hall der Yale-University sind wirklich genial! Beide Instrument durfte ich vor wenigen Jahren besichtigen... Sowohl orgelbaulich als auch der daraus resultierende Klang sind einmalig! An der Skinner-Orgel ist allein schon im Great ein nahezu lückenloses Registercrescendo möglich! Dazu noch feinste Schattierungen aus der String-Division. Ganz zu schweigen von der Orchestral-Division... Genial! Auch im Inneren des Instrumentes sehr ordentlich, alles gut für Stimmarbeiten erreichbar, beeindruckend auch der historische Setzerapparat von Herrn Skinner (2 Etagen hinter dem Spieltisch, noch voll funtionstüchtig, vor ein paar Jahren wurde dann doch ZUSÄTZLICH eine moderne Setzeranlage eingebaut).
Zwei exzellente CDs mit Thomas Murray: JAV Great Organbuilders <- klangliche Demostration der Orgel auf einer Doppel-CD mit Registervorführung
und The Transcriber's Art

Auch heute werden drüben noch richtig amerikanisch-symphonische Instrumente gebaut, so z.B. von der Firman Schoenstein aus San Francisco (mit doppelten Schwellkästen etc.)

@ erzaehler70: Haben Sie Fotos von der Orchestral-Division und/oder der Vox Humana-Division der Wanamaker-Orgel? Die waren bei meinem Besuch noch an ihrem ursprünglichen Platz eingequetscht :-)

In einem älteren Eintrag habe ich schon von der Firma Kutter berichtet, der Orgelneubau in Jena erinnert sehr an amerikanische Klangbilder! Herr Kutter als "Tonal Director" ist ein großer Skinner-Fan. Seine Oboen erinnern an ein Skinner-Flügelhorn, ausgewählte Streicher bekommen starken Strich, rund klingende Principale und Flöten (ohne starke Ansprachegeräusche) dazu die konsequente Verwendung von Oktavkoppeln zur Klangverstärkung und Erweiterung des Registerfundus.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum