Interpretation Rheinberger-Sonate

Friedrich @, Freitag, 04. November 2011, 12:51 (vor 5426 Tagen) @ Martin78
bearbeitet von Friedrich, Freitag, 04. November 2011, 13:05

Meine Lieblingsaufnahme dieser Sonate ist schon einen Tag älter: Thierry Mechler in der Wiesbadener Marktkirche. Er gibt der Musik durch Registrierung und Agogik eine gewisse gemessene Schwere, mit einem Maß an Rhetorik – gelängte Pausen und Auftakte, Zäsuren, Phrasierung –, das der Musik gut ansteht. Gleichzeitig wahrt sich Mechler immer das Grundtempo, sodass die Musik nie steht. Außerdem setzt er fast auschließlich Grundstimmen und Zungen ein; möglicherweise nie irgendwas über 4' oder gar eine Mixtur. Die Aufnahme ist jedenfalls wunderschön.

Wenn man Rheinberger so spielt, sozusagen als schwerblütigen Klassizisten, dann höre ich ihn mir gerne an.

Gruß,
Friedrich


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