(Rohr-)Flöte und Gedackt

Martin78 @, Donnerstag, 12. Mai 2011, 12:35 (vor 5595 Tagen)

Hallo zusammen,

bei kleineren zweimanualigen Orgeln (bis so ca. 25 Register) der letzten, teilweise recht grundtonarmen 50 Jahre findet man oft neben dem HW 8'-Prinzipal an 8'-Labialen nur
- im HW eine Rohr-/Koppel-/Hohl-Flöte 8' und
- im Positiv einen (Holz-)Gedackt 8' (dieses Werk basiert dann auf Przp. 4' oder 2')

Da ich mittlerweile an einer Orgel übe, wo es genau andersrum ist (HW Holzgedackt, BW Rohrflöte, da gibt es allerdings auch noch eine recht dezente Spitzgambe), frage ich mich, warum man die erste Variante so oft baut und welche Vorteile die zweite Variante evtl. hat. Vorausgesetzt natürlich, dass diese Achtfüßer charakterstark und unterschiedlich intoniert sind...

Hier war mal davon die Rede, das eine Flöte den Prinzipalklang in bestimmten Fällen "verbreitern" kann. Kann dies ein Gedackt nicht leisten? Oder möchte man auch im Positiv ein Register haben, was deutliche Ansprachegeräusche hat (was im HW der Prinzipal 8' leistet, die Flöte dagegen eher nicht)?

Fragen über Fragen :-)

Viele Grüße und danke,
Martin


gesamter Thread:

 

powered by my little forum