Großorgeln aus den 1950er Jahren

orgelsolo ⌂, Voitsberg, Donnerstag, 24. März 2011, 16:59 (vor 5640 Tagen)

Hallo, ich verfolge schon länger dieses Forum und melde mich nun auch mal zu Wort.

Schon öfters habe ich mich gefragt, warum alle Orgeln aus der Nachkriegszeit so konstruiert wurden, dass sie für heutige Klavorstellungen eigentlich zu leise klingen, obwohl diese Instrumente oft 50-60 Register aufweisen.

Wenn man dann solche Orgeln von innen besichtigt, sieht man oft Windladen die im Gehäusefuß untergebracht sind, sodass eine gute Klangabstrahlung schon mal unmöglich ist. Außerdem ist alles eher kammermusikalisch intoniert und dimensioniert - im Gegensatz zu "richtigen" romantischen Instrumenten aus der Jahrhundertwende - wo man bei den tiefen Basstönen eine richtige Schalldruckwelle spürt und so mancher Subbasston ein kribbeln im Bauch verusacht.

War das in den 1950 und 1960ern eigentlich Absicht, einen etwas verhaltenen, gedämpften Klang zu erreichen? Die Orgelbaufirmen haben ja damals in kurzer Zeit viele Instrumente gebaut und geplant und müssten eigentlich viel Erfahrung gehabt haben.

Gruß, Martin


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