Bericht: Neue Orgel in Montabaur (40 Register)

Karsten @, Samstag, 25. Oktober 2014, 13:28 (vor 4397 Tagen) @ ado
bearbeitet von Karsten, Samstag, 25. Oktober 2014, 13:38

Danke für die Links. Mich würden Meinungen des Forums zu der Aussage- und Überzeugungskraft des Gutachtens sehr interessieren. Da wird Wesentliches nicht nur in einem Satz sondern auch sehr subjektiv abgehandelt...

Gruß
Karsten


genau mein eindruck. ich glaube ja gern, daß die kemper-orgel keinen höhepunkt des orgelbaus darstellte, aber dieses gutachten ist ein schlechter witz. einfach unseriös -- voller subjektiver wertungen, tendenziöser formulierungen und nahezu faktenfrei. nichts zur disposition. die mensuren seien unzureichend -- da wüßte man gern genaueres; die pfeifen seien "größtenteils" aus "minderwertigen" zinklegierungen: was für legierungen genau? mit welchen (für mutmaßlich mitadressierte orgellaien zu erklärenden) nachteilen? (was eine setzeranlage ist, wird ja auch erklärt.) was heißt "größtenteils"? "dünnwandig"? sagt er das, weil er mal einen kurzen blick auf das pfeifenwerk geworfen hat, oder ist das irgendwie dokumentierbar? hat es nachteile mit sich gebracht? der spieltisch entspreche nicht der aktuellen norm -- na da ist er nicht der einzige :-) die art gutachten, die die frage sich aufdrängen läßt, wie man mit dieser stümperarbeit jahrzehntelang irgendwie zurecht kam und ob der damals verantwortliche nicht nachträglich der bürgerlichen ehrenrechte für verlustig zu erklären wäre. oder auch, ob prof. eichenlaub als orgelgutachter eine gute idee ist. oder auch (aber diese letzte frage stellen heißt, sie zu beantworten), ob dieses sogenannte gutachten nicht bloß eine nachlässig absolvierte formalität darstellt.

Ich wollte durch meine Nachfrage keineswegs Herrn Eichenlaub diskreditieren. Mir scheint das ein recht typisches Orgel-Gutachten zu sein, wie es auch viele andere schreiben. Und die Bistümer haben nun mal ihre festen Orgelsachverständigen, die nun mal solche Gutachten verfassen müssen. Da geht man anders heran als ein externer Gutachter, der entsprechenden Aufwand für ein Gutachten vergütet bekommt.

Gruß
Karsten


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