Aeolus: 6. Symphonie von Vierne mit Stephen Tharp

Friedrich @, Dienstag, 21. Oktober 2014, 15:43 (vor 4401 Tagen) @ untersatz32

Huch, tatsächlich: irgendetwas in der Art scheint es zu sein... Klingt Klasse: evtl. kann man nicht benötigte Noten (Tiefes C ???) auf Contra-H umstimmen...?

Ich habe das so (mit 64’-H) schon mal gehört, und zwar auf der Motette-CD mit Guggenmos in Sydney, wo es ja einen realen 64’ gibt.

Mit gefällt das nicht so. Klar, es ist ein hübscher Überraschungseffekt. Aber Vierne hat das Stück in h/H geschrieben, und damit war ihm von vornherein klar, dass der Schlussakkord nie donnern wird. Dafür braust er aus dem Finalschluss heraus, und das funktioniert in meinen Ohren besser als das Gedonner. Dieser Schluss, ohne Tempobeugung durchgehalten, braucht am Ende das Kontra-H musikalisch einfach nicht. Das ist schiere Freude, der Zieleinlauf eines Marathonläufers. Den steckt man doch nicht in schwere Stiefel dafür.

Fazit: Lasst doch die Contrebombarde in Ruhe. Diesen Kohl macht man einfach nicht fett.

Viele Grüße
Friedrich


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