Orgelprojekt St. Kastor, Koblenz (Teil 2, Neubau)

kjz1, Samstag, 11. Oktober 2014, 15:56 (vor 4390 Tagen) @ stein

Das Pfeifenwerk sieht sehr ordentlich aus. Der Prospekt geefällt mir auch gut. Der Spieltisch ist hässlich und sieht unpraktisch aus. Wenn die Orgel gut klingt und für die Rhein-Mosel-Region einen Meilenstein setzt, ist es ein gelungenes Werk. Die Region ist ja nicht gerade mit spannenden Orgeln übersäht.

Der Spieltisch ist im Design der Orgel angepasst, nach einem alten Werbeslogan: quadratisch-praktisch-gut. An der Orgel selbst ist ja kein 'Geschnörkels' dran. Am Spieltisch auch nicht. Die Registerwippen sind vom Spieltisch leicht erreichbar, auf jeden Fall besser zu betätigen als z. Bsp. Registerzüge. Da hat man dann auch von Hand schnell umregistriert.

Und zumindestens hätte der Orgelbauer dann in direkter Nachbarschaft 2 'Referenz-Objekte'. Einmal die große, renovierte Kemperin als Konzertsaalorgel in der Rhein-Mosel-Halle und dann eine recht große Kirchenorgel, beide mit 4 Manualen. Wenn ich die Historie richtig überblicke, ist die letztere die erste viermanualige Orgel, die in dieser Werkstatt (ganz) gebaut wurde.

Und in der Region: die (spätromantische) Seifert-Orgel in St. Josef mit ihrem offenen 32' ist recht unbekannt. Das liegt auch vielleicht daran, dass dort kaum Konzerte stattfinden.

Auch ein Problem: Konzerte mit bekannten Organisten erfordern recht hohe Bürgschaften. Und hier in der Region hat man sich dagegen entschieden, Eintritt zu erheben. Die Spenden reichen gerade so aus, um Organisten aus der Region und ab und an ein paar überregionale Organisten konzertieren zu lassen. Das geht dann gerade null auf null auf. Für internationale Künstler muss dann z. Bsp. der Orgelsommer Rheinland-Pfalz, Villa musica etc. einspringen.

Viele Grüße,

- Karl-Josef


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