Orgelprojekt St. Kastor, Koblenz (Teil 2, Neubau)

kjz1, Dienstag, 07. Oktober 2014, 20:37 (vor 4394 Tagen) @ kjz1

Hallo!

Die Wasserstandsmeldungen: der Pegel steht fast auf Anschlag... ;-)

Neulich war ein Treffen des Orgelbauvereins und es gab einige Infos. Mittlerweile ist die Intonation abgeschlossen. Der (französische) Intonateur hat sich recht 'tief in die Arbeit hineingekniet'. Zur Zeit werden noch Teile der Spieltraktur 'feinjustiert'. Ebenso muss ein Experte von Laukhuff noch ein 'Feintuning' der Software vornehmen.

Die Orgelweihe ist aber jetzt fest für den 2. 11. um 17:00 Uhr angesetzt. Domorganist Josef Still wird die Orgelweihe (verbunden mit einem kleinen Konzert) spielen. Zunächst einmal sind jedoch keine weiteren Konzerte geplant.

Wie es bereits bisher zu jedem größeren Anlaß Brauch ist, wird die Gemeinde auch zur Orgelweihe wieder eine Festschrift publizieren.

Die Mensuren der Orgel wurden recht weit gewählt, dazu kommt noch das Solowerk auf Hochdruck. Nach dem was, ich bisher selbst gehört habe, wird die Orgel also laut, sehr laut. Also eigentlich eine Konzertsaalorgel.

Es wird dann interessant sein, diese Orgel mit der Kemperin in der Rhein-Mosel-Halle zu vergleichen. Diese wurde ja - quasi gleichzeitig - von derselben Orgelbaufirma renoviert. Die Kemperin ist zwar größer, allerdings neobarock disponiert und die Mensuren scheinen mir auch nicht allzu weit zu sein. Hier findet die Inbetriebnahme mit einem Orgel-Fest am 17. 10. statt.

Mittlerweile waren in der Kirche auch schon 2 auswärtige Orgelprofessoren zu Gast, die sich recht positiv zur neuen Orgel geäussert haben sollen. Hmmmm, also schon Vorschußlorbeeren...

Zudem soll die Orgel in unserer Stadt recht einmalig sein (das stimmt), wenn nicht sogar im Rheinland (was ich persönlich weniger glaube).

Die bisherige Chororgel soll wohl auch bleiben. Zur Gesangsbegleitung in 'normalen' Gottesdiensten reicht sie ja auch aus. Was da halt fehlt, ist eine gewisse Klangvariabilität (wenn die Gemeinde etwas kräftiger singt, muss schon das Tutti zum Einsatz kommen). Ich hätte mir in dieser Orgel noch eine Zunge gewünscht. Somit also auch hier 'französische Verhältnisse' mit Chor- und Hauptorgel.

Einen tragischen Aspekt gibt es auch bei diesem Projekt: nur einige Tage vor Fertigstellung der Orgel ist der Vorsitzende des Orgelbauvereins verstorben, der beharrlich jahrelang dieses Projekt vorangetrieben hat. Zumindestens zum Schluß der Totenmesse erklang ihm zu Ehren die neue Orgel.

Hier noch einige Bilder mit 'Innenbeleuchtung'. Sie sind am Abend entstanden, als die Orgelbauer noch beim Justieren der Traktur tätig waren:

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das Solowerk:

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das Schwellwerk:

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Soweit die Wasserstandsmeldungen...

Viele Grüße,

- Karl-Josef


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