Konzertsaalorgel – wozu?

Friedrich @, Montag, 06. Oktober 2014, 13:41 (vor 4416 Tagen) @ Heuler
bearbeitet von Friedrich, Montag, 06. Oktober 2014, 14:06

Viele Kommentare in diesem Thread gehen von einer Verwendung der Orgel quasi als ein romantisches Continuoinstrument aus, das wie ein Orchesterinstrument fungiert. Das ist aber bei den meisten Sälen und Programmen der Orchester nur eine Facette. Gerade das macht es ja so schwierig...

Genau!

Eine solche Orgel braucht also

– ein großes, vielfarbiges und 16’-basiertes Begleit-Schwellwerk, am besten nicht weit vom Orchester und vor allem vom Chor entfernt,
– ein großes, etwas weiter weg klingendes Schwellwerk, das ein Orgeltutti über die gesamte dynamische Bandbreite zur Verfügung stellt,
– die Fähigkeit, mit dem Orchester dynamisch Schritt zu halten und es, wo nötig, markant zu übertreffen,
– all das mit den jeweils passenden Pedalstimmen sowie einem Großpedal, das sich massiv unter das Orchestertutti schieben kann, sowohl mit Labial- als auch mit Zungenklangfarben.

Wenn dann noch Platz und Geld da ist, kann man noch konzertierende Plena und besondere Solostimmen einbauen.

Ich finde z. B. die neue Musikvereinsorgel da ziemlich einleuchtend konzipiert, auch wenn sie wohl ziemlich eng steht.

Viele Grüße
Friedrich


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