Münchener Dom, vergangener Mittwoch (16. Juli)

Flûte harmonique, Montag, 21. Juli 2014, 20:48 (vor 4485 Tagen) @ grs
bearbeitet von Flûte harmonique, Montag, 21. Juli 2014, 20:57

Ich habe dem schönen und ausführlichen Bericht von Friedrich nichts hinzuzufügen und wäre auch in einer voreingenommenen und akustisch betrachtet schwierigen Position, da ich das Konzert neben Sebastian am Spieltisch blätternder- und registrierenderweise gehört hatte.

Was die Akustik im Münchner Dom so herausfordernd für das Orgelspiel macht, sind vor allem zwei Faktoren: die glattpolierten Steinfußbodenplatten seit der letzten Domrenovierung 1989-1994, die die ursprüngliche Nachhallzeit von etwa acht auf zwölf Sekunden erhöht haben, und die beiden Seitenschiffe, die genau so hoch wie das Hauptschiff sind.

Warum sollte aber die Orgel in St. Michael gegenüber den beiden Jann-Orgeln im Dom die erste Wahl für Buxtehude und Bach sein? Das Klangbild hat sich durch die Arbeiten von Rieger (und Michel Garnier als Intonateur) doch wesentlich in Richtung deutsche und französische Romantik/Symphonik gewandelt, und die Akustik von St. Michael ist eine nicht weniger große Herausforderung für die Organisten als die des Domes.

Dass die Domorgel sehr frisch barock kann, hatte im September vergangenen Jahres Martin Rost gezeigt, der ein Programm mit Werken von Weckmann, Scheidemann, Schmidtlein, Hintz, Tunder, Buxtehude, Mohrheim und Lübeck gespielt hatte. Übrigens am mechanischen Spieltisch der Hauptorgel.

Am kommenden Mittwoch spielt Alen Kopunović Legetin aus Požega (Kroatien) Werke von Vidaković, Lescan, Bach und Reubke im Münchner Dom.


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