Italienische Orgel ...

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 25. Februar 2014, 12:50 (vor 4624 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Schnabeltasten machen Sinn zur Masseverringerung bei möglichst weit hinten liegendem Schwerpunkt - erforderlich für gutes Spielgefühl bei gleichzeitg geringer Lärmentwicklung in Ermangelung von Filz oder anderer reichlicher Austuchung...

Setzt allerdings auch richtigen Tastengang und richtigen - beides nämlich gering - Höhenüberstand über die Untertasten voraus. Wenn man aber die Traktur modern übersetzt, werden die Schnäbel schnell zur Falle.

Übrigens: Ich finde den Klang relativ norddeutsch. Ob man das aber in so einen Raum stellen muss... Auch die Spielweise finde ich gut. Sicher kann man Details anders machen, die Achtel im ersten Fugenthema etwa.
Das Versumpfen des Pedals bei 3'00 spricht eindeutig gegen derartige Registrierungen, auf dieser und anderen Orgeln. Da muss eine leichte Zunge rein, die kaum jemand hat (ich schon, hähähä!), z. B. ein Sordun, oder die berühmt-berüchtigten Pedal-Zweifüsse.

Schöne Pedalzungen. Also ich wäre froh gewesen, wenn ich so eine Orgel in meiner Jugend innerhalb von 90 Autominuten gehabt hätte...


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