Zu viele Tasten... :-P

Friedrich @, Dienstag, 26. Mai 2015, 22:10 (vor 4122 Tagen) @ Karsten

Bei barocken mechanischen Instrumenten scheint mir der Grund häufig in der technische Spielbarmachung und Verteilung der Registerzahl der Grund für die Vielmanualigkeit zu sein.

Genau. Anders ließen sich z. B. die 60 Hamburger Jakobi-Register kaum organisieren. Bei mechanischen Schleifladen ist die Registerzahl pro Lade und die Zahl der aufzuziehenden Ventile pro Taste eng begrenzt. Wenn man mehr will, muss eine weitere Lade mit weiterer Traktur her. Erst mit Aufkommen der Trakturhilfen änderte sich das, konkret mit der Orgel in Saint-Denis, die Cavaillé-Coll dreimanualig baute, wobei sich hinter den drei Manualen aber vier klassische Klangebenen verbergen.

Ich kann mir vorstellen, dass es bei sehr großen Orgeln einfacher ist, sich mit vier Manualen zurechtzufinden, als die vielen Laden oder Teilwerke immer wieder neu auf eventuell vorhandene drei Manuale verteilen zu müssen.

Viele Grüße
Friedrich


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