Zu viele Tasten... :-P

Orlos @, Dienstag, 26. Mai 2015, 19:50 (vor 4122 Tagen) @ JSBach

Mit dem Daumen ein weiteres Manuals zu bespielen (also insgesamt 3), ist nun wahrlich nichts Neues, bei den Franzosen wird so etwas immer 'mal wieder gefordert (Widor, Lemmens), beim Improvisieren mache ich das auch sehr gern. Da empfinde ich zwei Manuale schon als Beschränkung. Auch gibt es viele Stücke mit zweifacher Echowirkung, wofür man also auch drei Manuale braucht. Vier Manuale sind tatsächlich Luxus und im Literaturspiel nur selten wirklich notwendig. Schön finde es, wenn auf dem 4. Manual eine paar Solostimmen oder Chamaden/Trompeteria stehen (Memmingen, Dudelange, Marburg, Marienstatt, Altenberg), das kommt dem Improvisieren sehr entgegen (wenn ich allein daran denke, wie oft Pincemaille das 4. Manual bei seinen Nationalhymnen-Improvisationen einsetzt). Auf lange Strecken finde ich es allerdings unbequem, mit beiden Händen auf dem 4. Manual zu spielen, das stimmt, dann koppele ich auch lieber.
Die 6 Manuale im Mainzer Dom sind auch nur für Effekte nutzbar, das macht dann aber schon viel Freude, über die Manuale zu huschen und die Töne kommen aus verschiedenen Ecken der Kirche. Ich würde dem Prinzip der vielen Manuale nicht jede Sinnhaftigkeit absprechen.


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