Langen (Hessen): Statt Oberlinger nun eine Walcker-Orgel von 1898

MCVL @, Samstag, 28. Februar 2026, 21:06 (vor 194 Tagen) @ hardy

Ja genau, ich kenne auch so eine etwas schwierige Pneumatik derselben Firma um 1900. Aber das alles neu auf mechanischen Kegelladen, wäre das eine Idee? Fachleute vor, kann man eine ehemalige pneumatische mechanisieren? Ich glaube, ich antworte selbst;-) Die Walcker in Annaberg aus 1884 wurde von Jehmlich pneimatisiert und von Eule re-mechanisiert.

Eine Möglichkeit wäre zumindest, bis zu den Relais eine mechanische Spieltraktur anzulegen.
Im nördlichen Oberschwaben stehen noch zwei Orgeln der mehrere Jahre lang existenten Firma Xaver Wetzel, wo dies so ausgeführt ist. Die Orgeln funktionieren sehr präzise und auch das Spielgefühl ist angenehm.
Wer sich dafür interessiert: die Orgeln stehen in Großschafhausen und Rot bei Laupheim und stammen aus den Jahren um 1920.

Link hat in der Frühzeit der Pneumatik mindestens einmal eine ähnliche Konstruktion ausgeführt wie Wetzel. Ich meine, es war die Orgel für Leinzell von 1891 oder 1892.

Irgendwie habe ich auch noch in Erinnerung, daß in der Schweiz vor etlichen Jahren eine ursprünglich pneumatische Orgel auf eine mechanopneumatische Traktur umgebaut wurde. Darüber gab es einen Bericht in einem Acta Organologica-Band. Ist aber schon 25 bis 30 Jahre her, als ich das gelesen habe.

Wenn der Platz dafür vorhanden ist, spricht meiner Meinung auch nichts dagegen, eine Kegellade mit ursprünglich pneumatischer Ventilbetätigung mechanisch umzurüsten. Sollte die Teilung für gewöhnliche Kegelhubwellen zu knapp bemessen sein, könnte man auch fliegende Leisten mit einer Parallelogramm-Betätigung vorsehen, wie es beispielsweise Balthasar Pröbstl bei seinen Spätwerken ausgeführt hat.

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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)


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