OT: Preise (war: WEISE-Mania! War er günstig?)

Friedrich @, Dienstag, 15. Juli 2025, 10:32 (vor 417 Tagen) @ MichaelS
bearbeitet von Friedrich, Dienstag, 15. Juli 2025, 10:47

Mit Anfang der 90er zieht das Preisgefüge aber auch an ...

Das ist eine Zeit, von der ich glaube, sie wird einmal als eine Art goldenes Orgelbau-Zeitalter geschildert werden. Viele große, qualitätvolle und auch innovative Orgeln wurden gebaut, wichtige alte restauriert; gute Leute bildeten aus, gute kamen nach, die Kirchen hielten sich noch leidlich.

Über den Tellerrand geschaut: Das war die Zeit der Globalisierung und der deutschen Dominanz in der EU, die zu Regelungen führte, die für uns hierzulande sehr vorteilhaft waren. Wenn man den Orgelbau der Sechziger- und Siebzigerjahre damit vergleicht, muss man das bedenken. Damals war eine Truhenorgel von 20.000 Mark für eine großstädtische Gemeinde eine große Ausgabe.

Der Wohlstand ist in den Jahren seit 1990 unfassbar stark gestiegen, jedenfalls für Staaten, die zu den glücklichen Globalisierungsgewinnern gehörten. Orgeln wie im Münchner Dom, in der Basilika Trier, in der Leipziger Nikolaikirche sind Globalisierungskinder.

Schätzt
Friedrich

P. S.
... wie die gerade beliebten britischen Orgeln der viktorianischen und edwardianischen Zeit Kinder des britischen Kolonialismus sind. Tropenhölzer, Elfenbein, Zinn aus Afrika ...


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