Ausschreibung FB Herz Jesu (Musikhochschule)

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 22. März 2025, 18:13 (vor 536 Tagen)

War es hier schon Thema? dann bitte ich um Verzeihung.

Hier war im Forum zuletzt am Rande eines anderen Themas von der Dold-Orgel in FB Herz Jesu die Rede. Bei meiner gelegentlichen Tour durch die EU-Ausschreibungen fand ich jene für ein Projekt mit zwei Orgeln in dieser Kirche - eine mitteldeutsch-barocke Chor-Orgel (II ca. 15-20) und eine deutsch-romantische (da ham wir's wieder) große Orgel (III, ca. 45-50) auf der Empore. Soll alles bis 30. Juni 2028 fertig sein und darf komplett nicht mehr als 2,1 Mio EUR kosten (Finde ich etwas knapp kalkuliert). Ausschreiber ist die Hochschule für Musik. Durch die eng gefassten Zulassungskriterien wird die Bewerberanzahl nicht übermäßig groß sein.

Wer schmökern will:
Das EU-Gedöns
und die spannenderen Sachen (genauere Beschreibung, siehe B_Anl 4_Leistungsverzeichnis) auf dem Deutschen Vergabeportal.
Bei der Bewertungsmatrix hat sich jemand viele Gedanken gemacht. Das kann ich ja inzwischen aus eigener Erfahrung besonders wertschätzen. Ob man allerdings Punktzahlen mit erläuternden Textblöcken wie "Eine Qualität, die gerade noch durchschnittlichen Anforderungen entspricht und an kleinen Mängeln leidet." oder "Ein an erheblichen Mängeln leidendes, im Ganzen nicht mehr brauchbare musikalisches Konzept, technische Umsetzung sowie künstlerische Gestaltung." dann wirklich auch aufruft... (es waren die Texte für Note 1 und 2 bei möglicher 0-5, 5 die beste) bei der Bewertung als Referenz eingereichter Instrumente, sei es eine Chor- oder Haupt-Orgel.) - aber die Bewerber werden schon von jener Art sein, dass sich die Benotung im oberen Feld abspielt.

Bis 14. April darf man sich bewerben (danach gehen die Unterlagen vermutlich gleich wieder aus dem Netz, also bei Interesse jetzt noch lesen, herunterladen).

Dass die erfolgreichen Bewerber am 25. April 2025 zur Angebotsabgabe eingeladen werden, dann aber schon 19.-23. Mai ihre Angebote vorstellen und nach Überarbeitung voraussichtlich zum 30. 5. ein finales Angebot vorlegen sollen - das ist m. E. erstaunlich eng. Große Betriebe können sich das eventuell aus den Rippen schneiden bzw. haben schon damit angefangen, allerdings ging die Ausschreibung erst am 12. März online. Eine knappe Fristwahl hat andernorts schon zu unschönen Gerüchten geführt, allerdings ging es da um den Liefertermin, der wiederum ja nun nicht soo eng liegt. Vielleicht lässt man Manches im Detail zunächst noch ungeklärt und entwickelt die Sachen im Verlauf zu Ende. Bitter ist für die OB allerdings, dass der Preis nach Auftragsvergabe feststeht. Und wie fest der bei einem öffentlichen Ausschreiber steht, musste Kristian Wegscheider in Stralsund Jakobi ja schmerzhaft erfahren.

Genug Gemecker - möge was Schönes und Strahlkräftiges rauskommen! Und dann stellt sich natürlich die Frage, wohin die Dold-Orgel geht.


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