Lautstärke Zungenregister

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Donnerstag, 06. Februar 2025, 20:08 (vor 582 Tagen) @ Orgelfritze
bearbeitet von Uli Skriwan, Donnerstag, 06. Februar 2025, 20:27

Bei Beibehaltung aller anderen Parameter, brauche ich bei einer (signifikanten) Winddruckerhöhung einen etwas kürzeren und bei einer Winddruckerniedrigung einen längeren Becher, damit der Ton im Optimum klingt.

Das kann ich nun wiederum nicht ganz bestätigen (wobei ich auf keinen Fall abstreite, das jemand auf diesem Gebiet andere Erfahrungen gemacht hat). Dabei beziehe ich mich auf Register deren Becher eine Resonanzlänge auf den Ton hat. Hier kam ich immer wieder zu dem Ergebnis, dass ein höherer Druck in Verbindung mit entsprechend stärkerem Aufwurf einen geringfügig längeren Becher "verträgt".
Der Effekt ist allerdings weit weniger stark, als bei Labialen (wobei hier weitmensurierte Register viel dramatischer auf Winddruckänderungen reagieren, als engmensurierte).


Noch ein Satz zum Thema Zungen rücken. Rückungen sind nie sinnvoll, wenn irgendwo eine konische Pfeifen- oder Becherform im Spiel ist. Einen konischen Becher rücken und kürzen heißt, dass der obere Durchmesser abnimmt und ein geringerer oberer Durchmesser führt zu niedrigerer Lautstärke.

Dem stimme ich voll und ganz zu.

P.S. Die Widersprüche und Kontroversen im Orgelbau zeigen einmal mehr, dass es sich um ein weites Feld handelt, bei dem viele unterschiedliche Vorgehensweisen und Traditionen gehandhabt werden. Daher empfinde ich solche Diskussionen als bereichernd.


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