Lautstärke Zungenregister

Uli Skriwan @, Zwischen Inn und Salzach, Sonntag, 02. Februar 2025, 07:13 (vor 586 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Ich mache jetzt keine Einzelversuche (@jori), es geht eher um die grundsätzliche Frage, inwieweit man einen Klang, den man für zu leise hält, aber im Prinzip bewahren möchte, ohne große Baumaßnahmen erhalten könnte. Das scheint aber nicht möglich zu sein.
Die Frage wäre - allerdings so aufwendig zu klären, dass es in meinem Umfeld nicht experimentell passieren wird - inwieweit dann die Verbindung von Winddruckerhöhung, evtl. neuem Blatt und RÜCKUNG nach oben der Effekt entstünde, dass man in etwa dieselbe Klangfarbe mit mehr Lautstärke erhält - allerdings nicht mehr aus derselben Pfeife.

Das Rücken von Zungenregistern ist mir aus praktischen Fällen tatsächlich nicht bekannt (außer dort, wo die Tonlage z.B. von 8' auf 16' verändert werden sollte). Und ich glaube auch, dass das mit Zungen nicht so funktioniert, wie mit Labialen, weil der Mensurverlauf bei Zungen gewöhnlicherweise viel flacher ist, als im Labialwerk. Wenn man zum Beispiel eine Trompete um einen HT nach oben rückt, wird zwar theoretisch die Kehlenmensur und Blattstärke größer (praktisch nur dort wo diese Maße alle paar Töne springen, normalerweise gibt es nicht für jeden Halbton eine eigene Kehlenbauform), aber es kann sein, dass die Bechermensur sogar kleiner wird, weil man vom Trichter sicher wieder ein Stück abschneiden muss. Der Längenzuwachs beim Erhöhen des Winddrucks wird nämlich vermutlich weniger als ein HT sein.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum