(OT): Nochmal: Kircheneintritt

MartinH, Montag, 02. Dezember 2024, 04:27 (vor 649 Tagen) @ Residual
bearbeitet von MartinH, Montag, 02. Dezember 2024, 04:34

Meine letzte "Dienstkirche" wird vollständig vom Land BW erhalten, insbesondere einschließlich aufwändiger Restaurierungen der Fresken und Bemalungen, etc. Die ansässige Gesamtkirchengemeinde zeichnet "nur" für die mobilen Einbauten finanziell verantwortlich, wo zu meinem großen Bedquern auch die Orgel zählt, die im Gegensatz zum fahrbaren Positiv alles andere als "mobil" ist.
Bevor hier angebliche konfessionelle Unterschiede zu Vorurteilen führen: Erst Vorgestern musste ich feststellen, dass für den Salzburger Dom 5€ Eintritt zu zahlen sind; eine Führung kostet 9€.

Eine Führung darf natürlich auch was kosten (auch eine Einräumung von Fremdführungen). Ist aber nicht trotzdem Eintrittsgebühr bei katholischen Kirchen die absolute Ausnahme? Denke ich eigentlich weiterhin.
Dass eine Orgel als "bewegliches Mobiliar" angesehen wird, war mir nicht bekannt und wundert durchaus.
Eine weitere Kirche mit komplett staatl. Finanzierung ist St. Andreas Düsseldorf
https://de.wikipedia.org/wiki/St._Andreas_(D%C3%BCsseldorf)
- ich denke, wirklich komplett mitsamt auch Orgel (-überholung). Was im (stinkereichen!) Bistum insofern keine Rolle spielte, als dass eine absolut sinnvolle und angemessene Kimu-Stelle mit "Auflösung der Pfarrei" wegfiel - die der Stelleninhaber jahrzehntelang ausgefüllt hatte. Ich nehme an, er hat sich spätestens vor Gericht eine ordentliche Abfindung erstreiten können.

PS Die meiner Erinnerung nach schlecht bezahlten "Sonntagsorgeln", eher Aufwandsentschädigung als Honorar, regelmäßig Sonntag mittag waren (und sind wahrscheinlich) äußerst gut besucht und dürften dieses durch die Spendenmöglichkeit problemlos "eingespielt" haben. Der Wertschätzung der Musik, die immer mehr in den Keller geht, finde ich das nicht zuträglich.
Hier übrigens ein bekannter, leichter Messiaen (man denke auch an die teuren franz. Noten!), von mir vor über 25 Jahren (1997), den ich kürzlich sogar noch CD-R-abspielbar gefunden hatte. Da habe ich mich trotz großer Nervosität ganz gut geschlagen, imho. Ein falscher Akkord ist irgendwo, iirc. Nehme dazu gerne Kritik entgegen, erst recht, weil der komplett eigenständig einstudiert worden war. Eine Vorstellung bei einem Lehrer empfand ich als nicht hilfreich, da erfahrungsgemäß "wenig kam". Wie gesagt, die Pädagogik im Orgelbereich, sei es privat, Musik- oder Hochschule empfand ich immer schon als wenig avanciert und sogar hilfreich.
https://youtu.be/1W3-s3AreOc?si=TmXXnx3hab9hOqu0


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