(OT): Zum letzten Mal: Kircheneintritt, sonst lieber: Eintrittsgeld

VoxCoelestis, Sonntag, 24. November 2024, 23:26 (vor 657 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Die Diskussion möchte ich noch um ein paar Argumente „bereichern“ - wo ich kürzlich übrigens selbst in den Genuss einer Besichtigung des Meißener Doms kam:

1) Die finanzielle Ausstattung der evangelischen Landeskirchen in Ostdeutschland dürfte aufgrund ihrer Historie vermutlich dürftiger ausfallen als in Westdeutschland (und auch hier ist man nicht mehr überall auf Rosen gebettet.)

2) Der Meißner Dom ist - wie auch die Berliner „Schwester“ - keine Parochialkirche. Mit einer „klassischen“ Kirchengemeinde - auch anderswo in der Diaspora lässt sich das nicht einfach vergleichen.

3) Zwar bin ich auch kein Vertreter von Eintrittsgeld für Kirchräume, aber ein Eintrittsgeld nimmt alle gleichermaßen finanziell in Anspruch, die diesen Raum - aus welchen Gründen auch immer - auch von innen sehen und erleben möchten - zusätzlich zum Aufkommen, dass durch Kirchensteuer und öffentliche Gelder geleistet wird. „All-inclusive“ gibt es auch bei einer derart hohen Steuerlast, wie wir sie haben, nicht. Ganz platt: für ein Museum in öffentlicher Trägerschaft und ein kommunales Freibad zahle ich auch Eintritt. In einem privaten Museum gerne auch mal das dreifache.

4) Jedem - egal ob gläubig oder nicht und unabhängig vom Mitgliedsstatus in einer Kirche - steht neben dem kostenlosen Besuch des Doms Rahmen eines Gottesdienstes oder Andacht auch eine Möglichkeit zur stillen Einkehr, zur Besinnung und zum Gebet offen in einer wirklich sehr schön hergerichteten Kapelle im Kreuzgang des Doms.

5) Ja, die geplante Orgelanlage finde ich auch sehr ambitioniert und halte sie - selbst als Orgelenthusiast - nicht für das richtige Zeichen zu dieser Zeit an diesem Ort. Das jetzige Instrument wird der Bedeutung der Kirche allerdings nach meinen Eindruck auch nicht gerecht.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum