Was macht einen guten Orgelprospekt aus?

Hausorgler @, Feldkirch/Vorarlberg, Montag, 23. Januar 2012, 14:53 (vor 5346 Tagen) @ Hausorgler
bearbeitet von Hausorgler, Montag, 23. Januar 2012, 15:34

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Riedlingen, St. Georg, Späth, Freiburg.

Ein großes Instrument. Aber der Prospekt überzeugt mich gar nicht. Man hat relativ phantasielos neo-neogotische Türmchen in den an sich in den 60ern ausgeweideten und dann modernisierten gotischen Raum gestellt. Auch finde ich hier wieder ein wenig zu viele und mit wenigen Pfeifen bestückte Felder. Zudem kommt, daß das Mittelschiff dieser Kirche blinde Obergadenfenster hat, sein Licht also nur aus den Seitenschiffen bezieht - und einstens aus dem nun verdeckten riesigen gotischen Westfenster. Die alte Orgel trug dem Rechnung und war trichterförmig vom Fenster abgehend aufgestellt. Durch die jetzige Situation steht die Orgel in einem finsteren Loch. Das Foto verschleiert diese Situation durch die professionelle Beleuchtung zum Aufnahmezeitpunkt.
Die relative Überlänge der Kästen zu den Pfeifenlängen stört mich auch etwas. Da verliert sich der Bezug des Einen zum Anderen. Und die Schleierbretter verschleiern nichts, sondern sind Füllsel der Überlängen. Wenn Form und Funktion auseinander driften finde ich das immer etwas schwierig.


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Hamburg, St.Michaelis, Späth, Freiburg

Diesen Prospekt derselben Firma finde ich ausgesprochen gelungen: eine moderne Form, die sich dennoch elegant in die vorgegebene historische Formensprache des Raums einfügt. Das teilweise Zustellen des Fensters ist keine Katastrophe, da der Raum insgesamt gut lichtdurchflutet ist. Ich besuchte die Kirche im Januar 2011, also in der eher lichtarmen Jahreszeit und fand keinen Mangel an Tageslicht.


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