Was macht einen guten Orgelprospekt aus?

Clemens Schäfer @, Düsseldorf, Sonntag, 22. Januar 2012, 16:44 (vor 5349 Tagen) @ Hausorgler

Hallo,

ob mein Geschmack nun ein guter ist oder nicht, mögen andere beurteilen. Ich mag es, wenn Prospekte nicht zu streng symmetrisch sind. Ich denke da z.B. an Norden, an St. Moriz in Rottenburg, an die Neanderkirche in D. In dem ersten Fall dürfte die Baugeschichte Ursache für die Aufstellung sein, im zweiten die Rücksichtnahme auf das - asymmetrisch vorhandene - Westfenster, im dritten Fall hat man die einzelnen Werke frei positioniert.

Böse formuliert: Wenn der Prospekt ganz symmetrisch ist, könnte man die Hälfte aller Pfeifen einsparen und einen Spiegel hinstellen. Ich weiß - Spiegel klingen nicht. Aber Prospektpfeifen mitunter auch nicht.

Mag sein, daß technische Gründe, Gewohnheit oder auch theologische Überlegungen die Symmetrie allgemein siegen lassen. Ich finde das schade. Raumangepaßte oder auch ganz freie Lösungen (Hildesheim, St. Michaelis; Alpirsbach, Klosterkirche) sprechen mich mehr an.

Gruß Clemens Schäfer

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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)


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