Gehen der evangelischen Kirche die Organisten aus?

Andreas Scotty Böttcher ⌂ @, Dresden, Samstag, 31. Dezember 2011, 20:16 (vor 5370 Tagen) @ orgelsolo

Auch heutzutage wird die Mehrzahl der kathol. Messen ohne Orgel gefeiert. Ich denke da an die Wochentagsmessen, die oft in einer eigenen Werktagskapelle gefeiert werden. Da kommen ca. 5-10 Gottesdiensbesucher. Gesungen wird ohne Begleitung, in ziemlich langsamen Tempo, und teils recht schräg (vor allem wenn ein paar Brummer unter den Besuchern sind...).

Ohne Orgel, aber nicht ohne Musik. Es wird ja immerhin gesungen. Die Qualität des Gesangs sei mal dahin gestellt.

Bei solchen Gottesdiensten kommt bei mir keine fromme Stimmung auf. Ich finde dass ein guter Organist nach dem Pfarrer eine der wichtigsten Personen bei der Messe ist. Und wenn der Pfarrer rhetorisch nicht so bewandert ist, kann man als Organist durch festliche Musik die Stimmung noch etwas "retten".

Das stimmt!! Und mit einem Pfarrer ohne rhetorische Begabung kann ich sogar ganz gut leben, wenn der Organist/die Organistin das mit richtig guter Musik ausgleichen kann.

Und:
Ich habe einen Pfarrer als wunderbaren Freund. Er ist tatsächlich kein großer Rhetoriker. Aber wenn er gebraucht wird, wenn Not am Mann ist, dann steht er ohne zu zögern und unaufgefordert auf der Matte und macht und tut und hilft nach Kräften, wo er kann. Davor habe ich allerhöchsten Respekt.

Auch ich wünsche allen einen guten Rutsch. Ich komme gerade von einem Konzert in der Trinitatiskirche Chemnitz. Im Trio mit Ulrich Thiem am Cello, Frank Bartsch an Trompete und Flügelhorn und mir an Vibraphon und Orgel gab es viel Improvisierten Jazz. Wie kann man das Jahr besser verabschieden als mit Musik.... Die Kirche war bis unters Dach voll!!

Herzlichst, Scotty.

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"Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche." (Gustav Mahler)


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