Orgel-Veriß

Erik @, Dienstag, 22. November 2011, 10:01 (vor 5405 Tagen) @ FranzS.

weil ein Nebenamtel wohl eher selten sich auf ganz spezielle Orgelmusik konzentriert, dafür aber, wenn er gut ist, Literatur aus verschiedenen Epochen darstellen mag, sei es nun im Gottesdienst oder im Konzert.

Wieviel Nebenamtler gibt es die Sweelinck bis Messiaen stilgerecht spielen können?
Und das wirklich auf einen Orgel?

Auch haben Hauptamtler meistens mehrere Orgeln zu Verfügung, beispielsweise ein mir bekannter Hauptamtler; der hat eine 30-Register Rheinbergerorgel (die lezte mechanische Kegellade von Steinmeyer), eine 15-Register Ahrend fürs Barocke und eine 77-Register Schmid für alles Andere. Hinzu kommen noch ein Cembalo, eine neue Truhe und eine historische Orgel der Biedermeierzeit in einer kleinen Nebenkirche. Bis auf die Schmid-orgel, sind seine Instrumente eher einschränkend, was aber nichts ausmacht, denn er kann ja spielen wo er will. Die Ahrend und die Steinmeyer stehen sogar in der gleichen Kirche. So etwas dürften nur die wenigsten Nebenamtler zur Verfügung haben. Wie schön eine Ahrend-orgel oder eine original romantische Orgel auch sein mögen, wenn man nur eine Orgel haben kann, dann doch gerne ein Universalinstrument, mit klassischem Hauptwerk und einem Schwellwerk. Und wenn der Intonateur gut ist, kann man darauf alles machen. So was hier ist doch ein anständiges Gerät.

Das Gerät kommt mir vor allem ziemlich laut vor.
Reinsburg (CC) z.B. war ein hervorragende Intonateur, aber ich glaube alte musik klingt wirklich besser auf andere Orgeln...
Oder gibt es in Deutschland noch immer die Utopie dass es Orgeln gibt wo man alles stilgerecht und/oder überzeugend spielen kann?
Und wer sagte "in der Beschränkung zeigt sich der Meister"?
Oder gilt das nicht in der liturgische / musikalische Praxis?

Grüsse aus die NL,
Erik

Grüße
Franz


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