Orgel-Veriß

FranzS. @, Freitag, 18. November 2011, 10:15 (vor 5410 Tagen) @ Erik
bearbeitet von FranzS., Freitag, 18. November 2011, 10:20

Der Nebenamtler soll in der heutigen Zeit ein Instrument haben, das von Buxtehude bis > in die Gegenwart alles mitmacht, ohne dass man groß Kompromisse eingehen muss.

Grüße

Franz


Warum soll man solch ein Instrument haben?

weil ein Nebenamtel wohl eher selten sich auf ganz spezielle Orgelmusik konzentriert, dafür aber, wenn er gut ist, Literatur aus verschiedenen Epochen darstellen mag, sei es nun im Gottesdienst oder im Konzert.
Auch haben Hauptamtler meistens mehrere Orgeln zu Verfügung, beispielsweise ein mir bekannter Hauptamtler; der hat eine 30-Register Rheinbergerorgel (die lezte mechanische Kegellade von Steinmeyer), eine 15-Register Ahrend fürs Barocke und eine 77-Register Schmid für alles Andere. Hinzu kommen noch ein Cembalo, eine neue Truhe und eine historische Orgel der Biedermeierzeit in einer kleinen Nebenkirche. Bis auf die Schmid-orgel, sind seine Instrumente eher einschränkend, was aber nichts ausmacht, denn er kann ja spielen wo er will. Die Ahrend und die Steinmeyer stehen sogar in der gleichen Kirche. So etwas dürften nur die wenigsten Nebenamtler zur Verfügung haben. Wie schön eine Ahrend-orgel oder eine original romantische Orgel auch sein mögen, wenn man nur eine Orgel haben kann, dann doch gerne ein Universalinstrument, mit klassischem Hauptwerk und einem Schwellwerk. Und wenn der Intonateur gut ist, kann man darauf alles machen. So was hier ist doch ein anständiges Gerät.

Grüße
Franz


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