Vorzeitiges Ende, war: Ergebnis

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Dienstag, 08. November 2011, 12:02 (vor 5418 Tagen) @ Orlos

Witzigerweise hat der Gottesdienst so lange gedauert, dass der Pfarrer (nach 80 Minuten) vor dem "regulären" Ende den Schluss-Segen dazwischenschob und sich verabschiedete, weil er noch in eine andere Gemeinde musste.

Ist das nicht zutiefst deprimierend? Mal ganz abgesehen davon, dass die liturgsiche "Dramaturgie" vor die Hunde geht, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass es einem Zelebranten in einer derartigen Situation noch möglich sein kann, den einen wie den anderen Gottesdienst mit der eigentlich zwangsnotwendigen Andacht und ja, auch Inbrunst zu feiern. Im ersten denkt er ständig "Leute, macht's hinne, ich muss weg!" Im zweiten kommt er völlig abgehetzt und ungesammelt an. Da verkommt Gottesdienst doch wirklich zu einer Schauveranstaltung. Von der fehlenden Seelsorge, sprich Interaktion mit Gemeindegliedern, vor und vor allem nach den Gottesdiensten mal ganz zu schweigen.

Mich demprimietr's immens. Wäre es nicht besser und ehrlicher, die Gottesdienste so zu beschränken und zu terminieren, dass es für alle Akteure zumutbar ist? Natürlich wäre es das, aber da geht dann wieder das Hickhack der Kirchengemeinden mit "Bei uns war aber immer schon um 10!" los...

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