Windwirbel
Immer wieder kann man lesen, daß gegenüber handgeschöpftem Wind solcher aus einem Schleudergebläse problematischer sei. Um dessen Wirbel zu beruhigen, werden schon auch mal große "Beruhigungsbälge" gebaut (leider habe ich dazu gerade keinen Link zur Hand).
Dazu ein paar Fragen:
1) vom Gebläse zum Labium passiert der Wind doch einige verschieden , dimensionierte "Räume": Bremsen Windkanäle, Bälge, Windkasten, Kanzellen, Verführungen, Fußlöcher, Pfeifenfüße und am Ende die Kernspalte diese Wirbel nicht völlig aus? Immerhin werden ja spätestens an den Ventilen diese Wirbel durch das dauernde Öffnen und Schließen der verschiedenen Ventile "geteilt" und also geschwächt. Weiter geschwächt werden die Wirbel, wenn die Luftströme in der Kanzelle auf die verschiedenen Registerlöcher "aufgeteilt" werden.
Zudem gibt es ja im Windfluß ein dauerndes "stop and go", je nach Notenlänge. Das ja schon im Balg und im Windkasten. Spätestens aber in der Kanzelle wird beim Ventilöffnen ja erst einmal stehende Luft unter Druck gesetzt und weiter geschoben. Wenn man nicht gerade lange Noten spielt, dürfte da also erst einmal sehr ruhiger Wind am Labium ankommen. Zudem werden ja zur Einzelpfeife die Wege immer enger und also auch die wirbelbremsende Reibung an der Innenwänden der Wind leitenden Hohlkörper immer größer und die Windgeschwindigkeit immer kleiner. Reicht das nicht, um die Wirbel des Schleudergebläses zu eliminieren?
Sind dann zur Beruhigung des Windes nicht diese gerippten Flexschläuche idealer als Holzkanäle? Es ist doch anzunehmen, daß die Reibung dieser gerippten, also rauhen Oberfläche, die Wirbel abmildert, indem sie diese in kleinere Wirbel aufbricht.
2) Beim Windtransport erzeugen beispielsweise die Ecken und Winkel des Windkanales sicher eigene Verwirbelungen. Ebenso in den Verführungen. Holzpfeifen haben zur Windregulierung im Fuß oft Schrauben oder Keile. Auch das wird Wirbel erzeugen. Und wenn man sieht, wie der Wind in einer Holzpfeife hinter dem Vorschlag strömen muß, kann man sich auch denken, daß da einige Verwirbelungen auftreten - und die gerade kurz vor dem tonerzeugenden Austritt und gerade bei großen Windverbrauchern, wo also eine höhere Windgeschwindigkeit auftreten wird.
3) Ist es also daher nicht eher zu erwarten, daß die beim Windtransport neu auftretenden Verwirbelungen stärker (und daher problematischer) sind, als die "weit hinten" am Schleudergebläse, quasi an der Quelle erzeugten Wirbel?
4) Gibt es dazu eigentlich ausführliche physikalische Forschungen?
gesamter Thread:
- Windwirbel - Hausorgler, 27.06.2013, 10:44
- Windwirbel - Friedrich, 27.06.2013, 12:25
- Windwirbel - JSBach, 27.06.2013, 12:36
- Windwirbel - 3rd_astronaut, 27.06.2013, 15:47
- atmender Wind - Hausorgler, 29.06.2013, 06:09
- atmender Wind - schnitgers.anderer.erbe, 29.06.2013, 06:22
- atmender Wind - Hausorgler, 29.06.2013, 06:29
- atmender Wind - Friedrich, 29.06.2013, 10:54
- atmender Wind - stein, 29.06.2013, 12:50
- atmender Wind - Friedrich, 29.06.2013, 10:54
- atmender Wind - Hausorgler, 29.06.2013, 06:29
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- Windwirbel - Friedrich, 27.06.2013, 12:25