Frühe Krippen, war: Frank Stanzl in St. Antonius

Karl-Bernhardin Kropf, Dienstag, 11. Dezember 2012, 11:05 (vor 5071 Tagen) @ Clemens Schäfer

P.S. Da hielt es auch den Kantor Markus Hinz nicht mehr auf seinem Platz: Just da, wo im Liszt das Präludium erstirbt und die Fuge aus dem Nichts kommt, polterte ein Paar mit zwei Kleinkindern in die Kirche und lief an Orgel und Spieler vorbei zur im Aufbau befindlichen Krippe. Benehmen ist heutzutage halt Glücksache. Aber warum müssen Krippen heutzutage schon so lange vor Weihnachten aufgebaut werden? Kein Wunder, daß das Leute anzieht...

Die Frage kommt hier in Rostock auch oft. Die Antwort ist, dass der Weihnachtsmarkt, der auch schon in DDR-Zeiten ähnlich bestand, doch Menschen in die Kirche reinschauen ließ, die dies sonst nicht täten. Da wurde - und wird - anhand einer beschreibenden Tafel und der fast lebensgroßen Figuren die Weihnachtsgeschichte erläutert.

Mein Vorvorgänger Dr. Wagner, der 1948 bis 1983 amtierte, soll sogar täglich Adventmusiken (auch teilw. mit Stimmen, zus. Instrumenten) am Nachmittag angeboten haben.
Davon sind wir jetzt natürlich runter auf sieben.... aber die Notwendigkeit der erklärenden Krippe ist wohl ungebrochen.

Ankedote dazu, bereits aus Nachwendezeit:

Eine kleine Schülergruppe, 8. Klasse etwa, betrachtet die Krippe. Pastor fragt, ob jemand eine Idee zu der Szene habe oder sie ein wenig erläutern könnte. Einer meldet sich, der Junge ist Moslem...


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