St. Antonius-war:Die Schukeorgel in St.Elisabeth/Essen-Frohn

jrbecker @, Samstag, 17. November 2012, 21:39 (vor 5095 Tagen) @ Friedrich

Hallo Forianer ,
…
Bei dem besagten Instrument handelt es sich um eine Orgel aus dem Hause Schuke/Berlin . Erbaut wurde diese Orgel im Jahre 1964 und es steht in einem Seitenschiff über der Werktagskirche !


Einmal neobarock komplett, bitte. [...]

Jawohl, mit 41 Registern liest sich das hier schon ziemlich vollständig - wobei ich mir mit dem Lesen der Dispo etwas schwer getan habe... Kleine (wirklich nur kleine, wir wollen ja hier niemanden mit unseren Tipps verärgen!) Bitte an Prinzipalschlumpf: Wenn man zwischen 13/5' ein Leerzeichen lässt (1 3/5') liest es sich einfacher. Es gibt nämlich (z. B. bei Schulze/Kühn) auch die "reine Bruchschreibweise" für die Aliquoten und da steht dann z. B. die Angabe 32/3' im Pedal eben für die Quinte 10 2/3' ... und da habe ich hier prompt auch diese reine Bruchschreibweise vermutet und angefangen wild zu rechnen ... bevor ich erkannte, dass man ja nur ein Leerzeichen einfügen muss...

Naja, jetzt aber zurück zu dem eigentlichen Grund meines Postings: Es gibt in Essen Frohnhausen noch andere Kirchen und zumindest eine hat auch eine Orgel, die in ihrer Erbauungszeit wohl Beachtung gefunden hat und einen nicht uninteressanten Prospekt aufweist: Die Orgel in St. Antonius. Ist auch im Ruhrgebiets-Ommer aus S. 145 abgebildet. Mit 11 Registern weniger kann hier der Neobarock natürlich bei weitem nicht so komplett sein, trotzdem liest sich die Dispo von Ernst Kaller auch nicht uninteressant. Vor allem die doppelte 8'-Besetzung im SW unterscheidet sie von der Orgel in St. Elisabeth, in der beide Nebenmanuale nur einen labialen 8' besitzen, obwohl die Orgel 11 Register mehr hat! (Ob die Harfpeife des SW wohl eine Schwebung ist? Wer's weiß könnte es uns verraten!)

Essen-Frohnhausen, St. Antonius, Walcker 1962, Dispo: Ernst Kaller
Schleifladen mit kombinierter Traktur

Hauptwerk (C-g³)
Quintade 16'
Prinzipal 8'
Franz. Nachthorn 8'
Oktave 4'
Quinte 2 2/3'
Spitzflöte 2'
Mixtur V-VI
Trompete 8'


Schwellwerk (C-g³)
Hohlflöte 8'
Harfpfeife 8'
Prinzipal 4'
Trichterflöte 4'
Schweizerpfeife 2'
Septimen-Cornett IV
Scharfmixtur IV
Dulcian 16'
Rohrschalmey 8'

Tremulant


Kronwerk (C-g³)
Holzgedeckt 8'
Rohrflöte 4'
Prinzipal 2'
Quinte 1 1/3'
Zimbel II
Krummhorn 8'


Pedalwerk (C-f')
Prinzipalbaß 16'
Subbaß 16'
Offenbaß 8'
Oktavflöte 4'
Hohlschelle 2'
Rauschpfeife III
Posaune 16'


Normalkoppeln
2 freie Kombinationen


Dispo nach Ommer, Neue Orgeln im Ruhrgebiet, S. 144.

LGJörg

P.S.: Was macht denn ein Nachthorn zum "Franz." Nachthorn?


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