Wiederinbetriebnahme Kemper-Orgel, Rhein-Mosel-Halle, Koblenz

Friedrich @, Samstag, 26. Juli 2014, 14:34 (vor 4485 Tagen) @ kjz1

… Ein kurzer Artikel ist jetzt auch online, ebenso ein Blick in eine der Kammern.

Heidewitzka, ist das alles schmal. Die Kupferpfeifen im Hintergrund dürften ein abgeführtes 16’-Prinzipal und die tiefe Oktave eines Streichers sein (Harfpfeife oder so wird der dann heißen). Dahinter ahnt man ganz rechts gedeckte Holzpfeifen und Mündungen eines offenen 8’-Registers.

Dann direkt vor dem Herrn im Kurzen Arm ein Nagelbett aus, ich rate mal, Zwergzimbel VIII und Hintersatz XIV. Das Holz, aus dem die Posaunenbecher rechts sind (auch mehr die schlanke Sorte), macht keinen übermäßig edlen Eindruck. Ein Rankett und eine Drehdeckeloboe – eigentlich würde ich da irgendwo eine Schwellwand erwarten, aber muss ja nicht sein. Eine relativ fette Spitzflöte 4’ sehe ich neben einer 4’-Rohrflöte; ganz rechts im Vordergrund sind enorm enge Stöpsel zu sehen, wahrscheinlich stöpseln die etwas Konisches zu. Davor so etwas wie eine Oktave 4’.

Das ist alles sehr rätselhaft. Wo in der Orgel kann man denn da sein? Die Lade, die man in ihrer Gänze sieht (Rankett, Spitzflöte 4’, Rohrflöte 4’, ein paar teils konische Aliquoten, Mixturen), könnte zu einem Positivwerk gehören, aber dann fehlen die Achtfüße. Posaune und der kupferne 16’ wiederum deuten aufs Pedal; Oboe 8’, Oktave 4’, Streicher 8’ und eventuell ein Spitzgedackt 8’ würde ich in einem größeren Nebenwerk vermuten, Oberwerk oder Schwellwerk. Andererseits muss man bei einer Disposition dieser Kempergeneration auf alles gefasst sein (Hauptwerke ohne Oktave 4’ z. B.).

Es bleibt spannend.

Viele Grüße
Friedrich


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