Setzer vs. freie Kombinationen

Flûte harmonique, Dienstag, 22. September 2015, 20:36 (vor 4008 Tagen) @ JSBach
bearbeitet von Flûte harmonique, Dienstag, 22. September 2015, 21:05

In der Theatinerkirche St. Kajetan in München. Dort wurde in den Eisenbarth-Spieltisch von 1960 "minimalinvasiv" eine Setzeranlage integriert, die über ein Notebook programmiert und per Pistons über dem Pedal oder seitliche Sequenzschalter vom Registranten betätigt wird.

Die Handregister und 3 freien Kombinationen bevorzuge ich allerdings nach wie vor im liturgischen Kontext, weil man unmittelbaren Zugriff auf sämtliche Registrierungen hat und somit viel flexibler reagieren kann.

So nützlich dieses System in Konzertsituationen ist - es birgt einige Probleme: Die Registrierungen müssen komplett per Mausklick eingegeben werden, was bei komplexem Orgelrepertoire enorm viel Zeit beansprucht und eine recht ermüdende Angelegenheit ist. Zudem gibt es im Spieltisch kein optisches Feedback beim Abrufen der gespeicherten Registrierungen, so dass man im Zweifelsfall immer wieder auf den Notebook-Screen schauen muss. Auch sind keine zusätzlichen "Thumb pistons" für die Setzeranlage zwischen den Manualen vorhanden, nur zwei Sequenzer-Pistons vor und zurück über dem Pedal, links und rechts neben Walze und Schwelltritt. Hier einige Bilder:

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