Einstieg in die alte Musik
Danke,
jetzt kommt doch noch Leben in "meinen" Thread. Ich habe mich jetzt für die Toccata quinta entschieden - nicht zuletzt wegen der Verfügbarkeit digitalen Notenmaterials.
Das italienische "Gesamtpaket" ist sicher noch mal eindrucksvoller, aber wie schon angedeutet finde ich auch, dass gerade die langsamen Stücke von Frescobaldi viel gewinnen durch eine alte Stimmung (die man oft an einer elektronischen Übeorgel zur Verfügung hat).
Mir steht natürlich keine Orgel in antiker Stimmung zur Verfügung - auch der Geruch unserer Kirche ist eher neutral, nur im Abgang mit leichter Weihrauchnote, ansonsten eher 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts.
Ich erinnere mich auch daran, dass mir mein Orgellehrer eine Menge erklärt hat zur Interpretation & Registrierung, weil es doch recht unterschiedlich ist zum Beispiel im Vergleich zu franz. alter Musik. Aber das erfolgt dann wohl auch im eigentlichen Workshop und muss nicht schon zur Vorbereitung angelesen werden …
Ich bin natürlich ein Streber, der gut vorbereitet im Unterricht aufschlagen will und sich deshalb schon mal mit den Rahmenbedingungen des Werks auseinandersetzen will - zumal mir in der Einladung auch ein zarter Hinweis auf das Vorwort zu den Toccaten gegeben wurde. Dieses habe ich mir in diversen Übersetzungen und Zitaten zu verschaffen und zu verstehen versucht. Aber bei meinen zahlreichen Verständnislücken bleibt im Workshop noch genügend Arbeit für den Dozenten.
Was zum Henker hast Du Dir denn auf YT angehört?
Ziemlich viel - und nachdem ich im Vorwort gelesen habe, daß die Anfangsakkorde arpeggiert gehören, gleich wieder viele, die mit einem plumpen G-Dur-Akkord anfangen, weggeklickt. Die verbleibenden waren allerdings ziemlich besch... aufgenommen, so daß die Kombination aus Übersteuerung und mitteltöniger Stimmung meine Hörnerven ziemlich unangenehm strapaziert haben. Wenn jemand eine wirklich gute Aufnahme der Quinta auf YT (oder sonstwo) empfehlen kann, bitte gerne.
Mein musikalischer Horizont beginnt tatsächlich eher bei Buxtehude und endet in der frühen Moderne, in Bezug auf die ganz alten Meister bin ich ein blutiger Anfänger und habe auch das Gefühl, daß gerade bei den alten Italienern alles, was ich bisher gelernt habe, nicht so recht gelten will. Wenn mir also jemand beim Einstieg behilflich sein will, bin ich ein dankbarer Kunde. Bis zum Kursbeginn Ende Juni (in Ebrach) wäre ja noch ein bißchen Zeit...
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Dorforganist,
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