Dariia Lytvishko CD
Die habe ich mir als Fan gekauft.
Ich kenne die Kirche nicht. Aber hätte der Tonmeister nicht etwas mehr Raumklang aufnehmen können?
Ich habe den Eindruck, dass die Mikrofone ziemlich nahe an der Orgel stehen.
Oder hat die Kirche keinen Nachhall? Oder hätte Naxos etwas digitalen Nachhall zufügen können?
Die romantischen Stücke könnten schon etwas "Pedal" vertragen.
Ich habe schon viele ähnliche Aufnahmen gehört, vor allem von amerikanischen CDs. Dort haben viele Kirchen einfach "keine Akustik", auch bei teils gigantischen Orgeln. Ich habe das zu schätzen gelernt, weil man mehr intonatorische Details hört -- und weil man das Orgelspiel gnadenlos wahrnimmt, bis hin zu Legatofehlern und Pedalschleifern. Insofern muss man sich als Spieler:in schon sehr sicher fühlen, wenn man so aufnimmt. Macht nicht jede:r mit, und kommt auch nicht jede:r so sauber raus wie Frau Lytvishko. Wer traut sich hier einen Bach? Zum Zuhören macht der sicher Spaß, aber zum Spielen?
In der Duruflé-Toccata hört man vor der Reprise, dass sie selber dem Frieden nicht so recht traut. Da fällt die Zäsur nach dem "Doppelpunkt" doch knapp aus. Die Orgel steht nun mal unter einem nicht sehr hohen Seitenschiffgewölbe unmittelbar vorm Publikum und bläst ihm ins Gesicht. Der Höreindruck im Raum wird dem der Aufnahme recht nahe kommen. Da höre ich gerne, was Grenzings Mannschaft gezaubert hat. Unschön finde ich die Orgel nicht, im Gegenteil. Dafür, dass sie so nahe klingt, funktionieren zum Beispiel die großen Registrierungen erstaunlich erträglich. Die Balance zwischen den Klangebenen klappt auch sehr gut. Der spezielle Wind und die sorgfältige Intonation sind hörbar, trotz der nahen Position klingt alles kernig und farbig, der Sound wurde nirgends abgewürgt.
Es kann ja nicht alles wie Saint-Ouen klingen. Übrigens -- von dort gibt es neue Aufnahmen von Bruckners Fünfter und Achter mit Gerd Schaller, deutlich näher und klarer aufgenommen als alle Aufnahmen, die ich bisher gehört habe. Eine schöne Gelegenheit, intimere Bekanntschaft mit dem Positif de dos zu machen.
Viele Grüße
Friedrich
P. S.
Doch, ein Stück gibt es, das mich nicht überzeugt. Der Boellmann haut ihr in der Piano-Strophe ab, und ein falsch geübter Kadenz-Akkord ist auch dabei.
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Sweelinck,
06.11.2025, 06:52
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stein,
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MAT,
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kjz1,
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ErikvdNeers,
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Friedrich,
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stein,
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