Neubesetzungen und Transparenz

Residual, Samstag, 25. Januar 2025, 00:07 (vor 596 Tagen) @ jori

Wer derartig unverwechselbar überragend improvisiert, ist von Kennern immer erkennbar.

Eine andere Art von Transparenz wurde erfahren, wenn man mehr oder weniger offen während des Bewerbungsverfahrens mitgeteilt bekam, dass man bei nur zwei eingeladenen Kandidaten lediglich als Alibikanditat zur Erfüllung der Mindestanforderungen des vorgeschriebenen Bewerbungsverfahrens eingeladen worden war, das Ergebnis für den Wunschkandidaten aber bereits längst feststand.
Eigentlich der Zeitpunkt das Verfahren zu torpedieren und verärgert abzureisen, aber nach aller Vorbereitung an der interessanten Orgel in der wohlklingenden Kirche zog man die Bewerbung wider besseres Wissen durch - nicht zuletzt, um sich bei anwesenden KMDs und dem LKMD für andere Stellen seiner Landeskirche zu empfehlen - und gönnte sich ein schönes Vorstellungskonzert.
Selbst wenn einem von sachkundiger Seite bestätigt wurde, dass man den Wunschkandidaten um Klassen überragt hätte, wurde das in der internen Besprechung des Auswahlgremiums noch derartig argumentativ verdreht, dass man bei einem überragenden Kandidaten befürchten müsse, dass er nicht lange bliebe und die Stelle nur als Interims-Sprungbrett ausnutzen würde. Nachträglich war es wahrscheinlich besser, nicht im Betrieb eines derartig abwegig argumentierenden Arbeitgebers zerrieben zu werden.


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