(OT?): Buhmann GEMA

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 04. Dezember 2024, 16:50 (vor 649 Tagen) @ MartinH

Musste ich vor Jahrzehnten in Emmaus/Ölberg Berlin-Kreuzberg auch. Jedes Choralvorspiel im Gottesdienst mit Verlag etc., evzl. sogar Spieldauer. Und da kam bei mir schon einiges zusammen, alleine schon das meiste aus "In Ewigkeit Dich loben". Meiner Erinnerung nach war das aber eine der ausgewählten Kirchengemeinden, anhand derer man dann hochgerechnet/geschätzt hat.

Genau, 10 Prozent der Gemeinden werden für die Erhebung der Daten eingeteilt, so mein Kenntnisstand. Und die rückwirkende Sache bei den kath. Bistümern hat vermutlich mit dem Ausfall deren Pauschalvertrags zu tun. Denn wenn alles läuft, ist der GEMA-Aufwand überschaubar, eben durch die Pauschalregelung. Dieser kann man wiederum vorhalten, dass die Erfassungstiefe nicht exakt ist. Dinge, die nur selten gespielt werden, kommen eventuell nicht vor, weil keine Erhebungsgemeinde sie aufgeführt hat. Wenn die Komponisten davon Kenntnis haben, können sie immer noch eine eigene Aufführungsmeldung versuchen, ich weiß aber nicht sicher, ob das dann funktioniert.

Urheberrechtsstreitigkeiten sind uralt, sie führten ja zur Gründung der entsprechenden Gesellschaften. Und diese sind halt Apparate mit menschlichem Faktor. Dieser liegt ja auch auf seiten der Musiknutzer, die wollen es auch möglichst bequem. Ich denke, das deutsche Pauschalensystem für Kirchenmusik ist ein guter Kompromiss, der den Aufwand erträglich verteilt. Dennoch gibt es auf Autoren- und Nutzerseite natürlich trotzdem Einiges zu kritisieren. Dabei ist es nicht schwer, sich in die Zeit zurückzuversetzen, als es keine Tonträger gab und Noten abgeschrieben und/oder als Drucke gekauft werden mussten. Da war alles noch etwas klarer.


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