Von den guten und den schlechten Lehrern
Fragt Euch, was ihr wirklich machen wollt, und dann tut es.
Fragt Euch dann, ob Ihr jemandem schadet - wenn nicht - geht den Weg weiter.
Mit Gottes Hilfe wird es dann gelingen.
Sehr gut, lieber Otto, das ist gläubiger Hedonismus (was übrigens gerade kein Widerspruch in sich ist!) wie ich ihn auch pflege!
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die Menschen, die da die jungen Leute fertig machen, wissen überhaupt nicht, was sie für und in den Schülern da anrichten...
Ja, es gibt viele "Lehrer", die sich an ihnen anvertrauten Schülern in diesem Sinne versündigen. Freilich reden wir nicht davon, dass echte oder vermeintliche "Wunderkinder" von einer erfahrenen Autorität in die Realität geerdet werden.
Aber es gibt "Lehrer", die das selbst nicht Erreichte, die eigenen Komplexe und Persönlichkeitsdefizite auf ihre Schüler übertragen und sie ab dem Moment fachlich und menschlich klein zu halten versuchen, sobald sie ihnen in welcher Ausprägung auch immer über den Kopf zu wachsen drohen. Sie versuchen sich im Schüler selbst zu verwirklichen und ihre Machtposition an ihm auszuleben. Solche Leute haben in einem Lehrberuf nichts zu suchen! Auch pädagogischer Missbrauch ist Missbrauch!
Ein guter Lehrer hingegen kann durchaus hart in der Sache sein. Aber er muss den Schüler zu einer eigenständigen Künstlerpersönlichkeit reifen lassen, muss das Handwerk und die Tradition beibringen, aber auch die Saat für geistige und künstlerische Freiheit des Schülers säen. Er muss Wege aufzeigen, begeistern und überzeugen. Bloße Repression ohne Argumente hingegen ist Gift für einen jungen Musiker. Ein guter Lehrer ist wie ein Gärtner. Er muss auch mal beschneiden. Aber vor allem gießen, düngen, lenken, gestalten, zum Wachstum anregen.
Und auch wissen, wann die Grenze der eigenen Kompetenz erreicht ist und einen Schüler dann auch mal weiterempfehlen. Selbstherrlichkeit ist bei Lehrern eine Schande. Angst vor der Konkurrenz durch den eigenen Schüler ist verwerflich.
Was könnte es denn schöneres für einen Lehrer geben, als ein erfolgreicher und eigenständiger (!) Schüler?
Nur zur Klarstellung: Dass die Vermittlung des Handwerklichen kein Streichelzoo ist, versteht sich von selbst. Und gegen harte Arbeit des Schülers sagt auch niemand was, um Gegenteil. Man vergleiche e.g., was der junge Widor in seiner Zeit bei Lemmes leisten musste.
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- Improvisation oder Kompositiom - Unda Maris, 12.02.2012, 20:48
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- Improvisation oder Komposition - otto krämer, 13.02.2012, 00:20