Cameron Carpeter- Interview

Friedrich @, Donnerstag, 02. Februar 2012, 18:24 (vor 5335 Tagen) @ Florian-L

… Die Steinmeyer-Orgel in Wiesbaden ist auf alle Fälle viel zu schwach, um mitzuhalten zu können, z. B. bei einer Mahler-Symphonie.


Ich habe kaum einmal erlebt, dass bei einem Orchesterkonzert mit Orgelbeteiligung die Orgel im Tutti noch herauszuhören war.

Ich habe es einmal erlebt, das war schon eindrucksvoll. Stück: Regers 100. Psalm, Orgel: die hier.

Der Solist des Einweihungskonzerts (den Orgelpart im Reger hatte er allerdings nicht gespielt) fragte hinterher, auf dem Weg ins Restaurant, ob die Orgel zu laut sei. Ich fand, sie ist das nicht. Sie hat zwar viel Kraft, aber die lässt sich gut dosieren. Dafür war das Streichorchester im Poulenc-Konzert zu kammermusikalisch besetzt, da hätten es zwei oder drei Bässe mehr sein dürfen.

Leider scheint die Orgel in Halle keine gute Publicity zu haben; einige meinen, ihr hafte ein unwillkommener Wessi-Ruch an. Dabei ist es in meinen Ohren ein gutes Instrument. Verglichen mit der Kölnerin hat sie sattere Winddrücke und einige Special features, zum Beispiel ein Paar nach vorn abgekröpfte Hauptwerkszungen. Der Klang wirkt zwar kühl, aber auch feurig und vor allem einheitlich. War auch ein bewährter Berater beteiligt.

Gruß,
Friedrich


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