Tournemire, l'Orgue Mystique

gk @, Montag, 16. Januar 2012, 07:51 (vor 5353 Tagen) @ Martin Kondziella

Ich meine, vor Jahren hätte Prof. Depenheuer in Bonn das komplette l'Orgue Mystique in St. Elisabeth gespielt.
Sicher bin ich nicht, aber ich glaube, es war in der Liturgie.

Die Suiten wurden damals sowohl in liturgischem Kontext als auch "en bloc" im Konzert aufgeführt. Dabei gab es immer kurze Infos als Hörhilfen für die Gemeinde, die somit über die verwendeten Choräle samt Texten und die musikalische Struktur der Stücke Bescheid wusste. Bei den Konzerten haben wir oft Bilder des englischen Malers Tom Walker gezeigt, der zu jedem der 51 Offizien ein Tryptichon gemalt hat. Organisatorisch involviert waren neben Depenheuer auch der Kirchenmusiker von St. Elisabeth und meine Wenigkeit (für die musikalischen Infos).

Insgesamt war das ein spannendes Projekt, dessen Resonanz in Fachkreisen allerdings stärker als in der Gemeinde war. Gestreckt wurde das Ganze übrigens auf vier Jahre , es gab nämlich nur ein Mal im Monat ein Offizium im Gottesdienst, sonst wäre es zum einen der Gemeinde wohl ein wenig viel geworden und auch Otto Depenheuer hat das als Jura-Professor in Köln ja "nur" nebenbei gemacht.

Die Musik finde ich auch heute noch sensationell. Als "Bindestrich" zwischen Franck und Messiaen wird Tournemire leider oft vergessen.

/gk


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