Neue Peter Orgel in Köln

elsenp, Freitag, 09. Dezember 2011, 09:34 (vor 5393 Tagen) @ Laufenmüller

Zur Disposition hat sich bis jetzt noch niemand geäußert - stattdessen sind wir zur evangelischen Kirche abgedriftet. Und ich hab mich so gefreut, daß hier auch einmal eine "neuapostolische Orgel" diskutiert wird!

Ich wag's mal und stelle meine Gedanken in den Raum. Also: die 8'-Basis im HW ist mir zu dünn. Eine Gamba gehört bei einer Orgel dieser Größe in's HW, dazu eine Flöte 8'. Das Gedeckt könnte dann in's SW wandern. Hier fehlt mir ein zarter Streicher - wenigstens ein Salicional. Vielleicht könnte die in zwei Züge zerlegte Schwebung diesen Part übernehmen. - Im HW vermisse ich außerdem ein Prinzipal 2' - auch das SW hat keines. Vermutlich soll das Instrument insgesamt eher zurückhaltend klingen. Das könnte auch die Oboe im HW erklären. Trotzdem würde ich hier eine Trompete vorziehen, zumal ja im SW mit der Klarinette eine sehr sentimentale Zunge zur Verfügung steht.

Nichts gegen ungewöhnliche Dispositionen, aber ob man mit diesem Instrument auf Dauer zufrieden ist? Was meinen die Fachleute dazu?

Grüße vom Laufenmüller.

Hallo,

ich finde die Disposition nicht so ungewöhnlich. Es ist im HW ein Cornet decomposè gebaut worden, dafür auch die 2'-Flöte. Der fehlende Prinzipal 2' ist in der Mixtur durchgehend vorhanden, so dass sich im Plenum keine Lücke auftut.
Im SW findet man einen kompletten Streicherchor von 8'/8'Schwebung/4'/2'. Das ist eine ganz feine Sache, auch in (Sub-)Koppelung an das HW.
Wenn die Oboe französisch gebaut wird, würde ich die Trompete im HW nicht vermissen. Im Gegenteil: Mit Oboe 8' und Klarinette 8' als sich gegenüberstehenden Zungen (und das noch in 2 schwellbaren Werken!) wüßte ich eine ganze Menge mit anzufangen. Mehr vielleicht als mit einer Trompete als Gegenpart.
Aber: Das ist alles nur Papier und Theorie. Man muss es hören und spielen, um es wirklich beurteilen zu können.

Herzliche Grüße
Peter


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