Die künftigen Probleme der "modernen" Orgel?

Karl-Bernhardin Kropf, Montag, 21. November 2011, 15:13 (vor 5406 Tagen) @ schnitgers.anderer.erbe

...und das ist das normalste auf der Welt. Computertechnik hat nun einmal kürzere Lebensdauern. Das kann man finden wie man will, aber es ist so. Die Verantwortung der beteiligten Personen bei Projekten liegt nun einmal darin, das auch entsprechend klar zu machen. Wenn ich 100%ige Sicherheit haben möchte für meine Setzeranlage nach 20 Jahren noch Ersatzteile zu bekommen, wäre ein Sternchensetzer ratsam. Wir alle wechseln mit Selbstverständlichkeit alle paar Jahre den Laptop, die Digitalkamera, das Navigationsgerät etc. aber die elektronische Orgelsteuerung soll 1000 Jahre halten?! Im übrigen ist das nach meiner Erfahrung ein typisches "Kirchenmusikerproblem". Man unterhalte sich mit "normalen" Menschen über diesen Sachverhalt und wird keine große Verwunderung vorfinden.


Genau. Wenn die Technik, ich sage jetzt mal SINUA, einfach in diesem Bewußtsein integriert wird, dann gibt es keinen Ärger. Die Lederteile werden doch auch erneuert, und kein Arbeitsbälgchen wird auf 40 Jahre hin angelegt. (Leider immer noch die Zugänglichkeit).
Wer flüchtige Technik hinter fünffach gewachst-geölter Eichenbohle mit kunstvollen Gesimsen verbirgt und das für ein neues Display dann um- oder aufsägen muss, der hat sich einer Realität verweigert.
Wenn man die Sachen aber so einbaut, wie es in technikzentrierten Umfeldern üblich ist - modulare Fronten und was weiß ich - den kostet ein Computer- und Softwarewechsel kein Kopfzerbrechen. Außer man hat dem Kirchenvorstand was von langjähriger Haltbarkeit vorgeschwärmt.
Auch wenn man diese Hinweise beherzigt, muss es ja nicht gleich so oder so aussehen


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