Orgelweihe in St. Remigius, Zemmer (bei Trier)

Martin78 @, Donnerstag, 17. November 2011, 09:36 (vor 5410 Tagen) @ MichaelS
bearbeitet von Martin78, Donnerstag, 17. November 2011, 09:46

Da könnte ich doch jetzt schon wieder Krämpfe kriegen. Was soll man auf der Disposition denn spielen? Rheinberger - nee (denn eine deutsch-romantische 2 2/3´-Terzmixtur ist das im HW ja bestimmt nicht), Reger schon gar nicht - wo ist die Walze mit stufenlosem Registercrescendo und Octavkoppeln, Franck auch nicht, dazu muss die Trompette ins SW, Bach auch nicht - ich stelle mir grad die "Dorische" vor mit den "Dialogmöglichkeiten", Alte Meister auch nicht, denn das Teil ist doch bestimmt gleichstufig Temperiert, bleibt noch ein bissel Mozart - DANKE !

Ich werde mir "das Teil" am Wochenende anhören und mal sehen, was der Regionalkantor als dem Instrument würdige Literatur erachtet.

Als Nebenamtler wäre ich jedenfalls über eine solche Orgel für den liturgischen Dienst froh. Beachtlich ist, dass eine Gemeinde ohne Hauptamtlichen in der heutigen Zeit überhaupt noch ein solches Projekt stemmt!

Ich habe die Mixtur noch nicht gehört, kann mir aber nicht vorstellen, dass OBM Fasen eine 2/3'- oder 1'-Mixtur eingebaut hat :-)

Ein Freund von mir konnte schon einzelne Stimmen der Orgel antesten und war jedenfalls begeistert.

Selbst wenn das HW keine romantische Terzmixtur hat: Wenn ich dort als C-Organist eine Vertretung spielen sollte, wäre ich über eine barocktaugliche Mixtur nicht unglücklich.

Für den alltäglichen liturgischen Dienst ist es bestimmt nicht von Nachteil, ab und zu auch mal ein barockes Präludium spielen zu können. Dann doch lieber für den Nebenamtler die eierlegende Wollmilchsau - für das, wozu die Orgel gebraucht wird, ist die Orgel bestimmt gut disponiert, auch wenn dann Regers Choralphantasien und Francks große symphonische Werke vielleicht nicht ganz stilrein erklingen können.

Viele Grüße
Martin


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