Orgelprojekt Basilika St. Kastor, Koblenz

kjz1, Sonntag, 30. Oktober 2011, 19:31 (vor 5417 Tagen) @ Antilope

Ich hätte aber für MEINEN Geschmack die Konzertflöte nicht in das Schwellwerk gestellt, damit das doppelt labiierte Register freier sprechen kann. Im Hauptwerk wäre es allerdingst stilistisch isoliert. Gäbe es eine andere Lösung?

An der Erstellung der Disposition war ich zwar nicht beteiligt, kann mir aber trotzdem denken, wie es geplant ist.

Bei der Konzertflöte handelt es sich wahrscheinlich nicht um ein doppelt labiiertes Register. Das dürfte - nach franz. Nomenklatur - eher eine Flute harmonique sein. Zusammen mit den anderen Flöten bildet die Konzertflöte dann im Schwellwerk ein Cornet décomposé.

Doppelt labiiert ist hingegen die Doppelflöte im Solo. Ausserdem soll das Solo auf erhöhtem Winddruck stehen. Das Solo ist wohl einmal für intensive Solostimmen gedacht, ich denke da z. Bsp. an die engl. Tuba Tunes. Andererseits, wenn es in einem relativ schalldichten Schwellkasten untergebracht ist, lassen sich damit (gekoppelt) recht starke Crescendo-Wirkungen erzielen. Also quasi ähnlich einem Bombardwerk.

Viele Grüße,

- Karl-Josef


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